Straßen haben stark unter strengen Wintern gelitten
Der Baubetriebshof des Kreises Soest geht immer mehr dazu über, Frostschäden auf Kreisstraßen mit Heiß- statt nur mit Kaltasphalt zu beseitigen, um kurzfristig die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Hilfreiches Arbeitsmittel für das neue Verfahren ist ein so genannter Asphaltschlitten, der vor anderthalb Jahren angeschafft wurde.

Konnte die Abteilung Straßenwesen in der Vergangenheit das Kreisstraßennetz insgesamt noch mit der Schulnote befriedigend bewerten, ist „ein Abrutschen in den Bereich ausreichend nun wohl vollzogen“. Und das, obwohl die Folgen des Wintereinbruchs im Dezember 2010 nicht so schlimm waren, wie eigentlich ursprünglich befürchtet.

Diese Bilanz zogen Winfried von Schroeder, Dezernent für Bau, Kataster, Straßen und Umwelt, Heinrich-Georg Trelle, Abteilungsleiter Straßenwesen, und Hartwig Thiele, Chef des Baubetriebshofs, während einer Pressekonferenz auf dem Baubetriebshof des Kreises Soest in Erwitte. Sie hatten im März eine aktuelle Bewertung des Kreisstraßennetzes vorgenommen und sie mit Erhebungen in den Jahren 2005 und 2009 verglichen. Waren im Frühjahr 2009 lediglich 20,1 Kilometer Kreisstraßen als mangelhaft eingestuft worden, waren es im März 2011 bereits 32,8 Kilometer, ein Zuwachs von 12,7 Kilometern. Es handelt sich um einen Anteil von 6,9 Prozent am Gesamtkreisstraßennetz von 477 Kilometern.

Die meisten geschädigter Straßen liegen im südlichen Kreisgebiet, also dort, wo das Winterwetter in der Regel besonders heftig ist. Vor allem die Kreisstraße 8, die in Ost-West-Richtung durch den Kreis Soest führt, ist streckenweise in einem sehr schlechten Zustand. Aber auch im nördlichen Kreisgebiet, insbesondere in der Gemeinde Lippetal, liegen Schwerpunkte: „Die K 16 von Herzfeld in Richtung Rassenhövel, die K 24 bei Schachtrup und die K 25 nördlich von Lippborg weisen große Schäden auf“, gab Trelle einen Überblick. Die Abteilung Straßenwesen beziffert den Werteverlust allein der im März 2011 bewerteten Strecken seit 2009 mit gut einer Million Euro. Bisher wurden für die Sanierung der Fahrbahnen jährlich 750 000 Euro veranschlagt. Diese Summe wurde im laufenden Haushalt auf 535 000 Euro gekürzt. Allein, um die mit mangelhaft benoteten Strecken zu sanieren, wäre ein Finanzvolumen von rund 4,9 Millionen Euro notwendig (150 000 Euro pro Kilometer).

SOCIAL BOOKMARKS