Tipps vom „Gartenpapst“ lassen den Frühling erahnen
Bild: nes
Mehr als 100 Gäste sind zum ersten "Lippetaler Gartenstammtisch" dieses Jahres in den Gasthof Willenbrink gekommen.
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Eine Augenweide war wieder einmal die Saaldekoration. Neben knospenden Zweigen und geschnitzten Gartenskulpturen aus der Werkstatt von Hubertus Albersmeier fielen die gefüllten Schneeglöckchen und die farbenprächtigen Lenzrosen aus dem Garten von Beate Willenbrink besonders ins Auge.

Gastwirt Josef Willenbrink ließ als Vorspeise Rahmsuppe von Perlgraupen, im Hauptgang Pfefferpotthast, Butterkartoffeln und Gurkensalat nach Art des Hauses sowie als Dessert Schokoladentörtchen mit Vanillesahne servieren. Lippetals „Gartenpapst“ Hubertus Albersmeier reicherte das Menü mit seinem immensen Wissen sowie mit Gedichten und Lektüre zur Jahreszeit an.

Bald wird die Forsythienblüte erwartet. Und wer meint, dass der erfolgreiche Hobbygärtner an Gertrud (17. März) sein Feld bestellen muss, wurde eines Besseren belehrt. Der Garten sollte nur betreten werden, wenn er „gar“ ist. Dazu muss sich das Bodenleben entwickeln können und die Erde feinkrümelig zerfallen. Wer dem Erdreich etwas Gutes tun will, sollte es mit einer Grabegabel auflockern, damit sich das Bodenleben durch die Zufuhr von Sauerstoff entwickeln kann.

Auch Rosen sollten nicht zu früh zurück geschnitten werden. Wer zur Sommersonnenwende kompakte Pflanzen mit üppigem Flor haben möchte, sollte mit einem beherzten Rückschnitt bis weit in den April hinein warten. Sorgen bereitet den Gartenfreunden zudem der Buchsbaumzünsler. Um Einsicht und Übersicht über den Buchs zu behalten, kann jetzt ein Pflegeschnitt erfolgen. „Dann haben sie auch das wohlige Gefühl, etwas unternommen zu haben“, sagte Albersmeier. Wer Schäden an seinem Buchsbaum feststelle, sei gut beraten, auf Gesundheit hin zu selektieren, weil es keine effektiven Schädlingsbekämpfungsmittel gäbe. Denen, die im Handel angeboten werden, erteilte Albersmeier eine klare Absage.

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