Werke der Kunst-Ausstellung begeistern
Bilder: Reinkemeier
Hat den Durchblick: Hubert Struschka präsentiert auf der dritten Lippetaler Kunstausstellung seine Holzskulpturen. Einer von vielen Ausstellern, die ihre Werke anbieten.
Bilder: Reinkemeier

Von Malerei über Fotografie und Handwerk bis hin zu Skulpturen und Holzschnitten: Die Aussteller verleihen der Gemeinschaftshalle in Oestinghausen einen wahren Glanz. Selbst Kunst-Verschmäher dürften dort an den Ausstellungstagen auf ihre Kosten kommen. Das unterstreicht auch eine der Hauptorganisatorinnen, Heike Ullmann. „Ich bin künstlerisch untalentiert. Aber ich bewundere das hier alles“, sagte sie während der Eröffnung.

Die 32 Künstler – allesamt heutige oder frühere Lippetaler – hätten sich selbst übertroffen. Das unterstrich auch Bürgermeister Lürbke bei seiner Eröffnungsrede. „Wenn man in eine Ausstellung wie diese kommt, taucht man automatisch in eine eigene Welt ein“, lobte er die Teilnehmer. Gemeint war damit sicherlich auch das Ehepaar Lothar und Edith Gottwald. Während sie ihre Aquarell- und Acrylmalereien ausstellt, präsentiert er nur einen Stand weiter seine Liebe zum Rock ’n’ Roll mit Bildern verschiedener Musik-Veranstaltungen.

Eine ganz andere Ausrichtung von Fotoabzügen gibt es bei Andrea Elbracht zu bestaunen. Mit Auge fürs Detail hat sie den Fokus auf alltägliche Dinge wie den Morgentau an einem Stacheldraht gelegt. Ebenso sehenswert: die Detailaufnahmen einer Waldrebe und von Blüten. Mit viel härterem Material ist dagegen Christine Stein in der Gemeinschaftshalle vertreten. Sie hat aus Drahtgeflecht und Beton Skulpturen gefertigt. Ob blaue Ente oder sich drehende Ballerina-Tänzerin: Trotz des Gewichts der Ausstellungsstücke wirkt ihr Teil der Präsentation beinahe schwerelos.

Die Vielfalt des Angebots dürfte jedem Kunstliebhaber gefallen. Auch einige Lerneinrichtungen wie die Lippetal- oder die Ludgerusschule sind mit einem eigenen Stand vertreten. Ebenso die Wohngruppe Lippetal des evangelischen Perthes Werks. Dass die Werke dabei unterschiedlicher kaum sein könnten, unterstrich Künstlerin Ursula Niggemeier-Kaufmann: „Nichts umfasst mehr als der Begriff ‚Kunst‘“.

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