Zuckerrüben: Transport auch zwischen den Festtagen
Noch ist die Arbeit der "Rü benmäuse" nicht beendet. Der  Transport der letzten Zucker rüben wird sich erstmals bis  nach Weihnachten hinziehen.

Konnten bis jetzt die „Rübenmäuse“ und Lkw ihre Arbeit immer vor Weihnachten einstellen, wird in diesem Jahr der Transport zwischen den Feiertagen fortgesetzt werden müssen.

„Durchgängig sah die Rübenernte sehr positiv aus“, bilanziert der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, Karl-Heinz Schulze zur Wiesch. Die heimischen Rübenbauern konnten hohe Erträge und zudem süße Rüben mit hohen Zuckergehalten ernten. „Auch die Erntebedingungen waren bei der trockenen Herbstwitterung ideal“, sagt der Vorsitzende. Das Roden der Rüben habe sehr bodenschonend und mit geringem Erdanhang erfolgen können. Die Wachstumsbedingungen seien in diesem Jahr äußerst positiv gewesen. „2011 war eine Rübenjahr“, bilanziert Schulze zur Wiesch.

„Bei den positiven Ergebnissen dieses Jahres darf man aber nicht vergessen, dass wir äußerst besorgt sind über die aktuell geplante Abschaffung der Zuckermarktordnung nach der Kampagne 2014“, macht Schulze zur Wiesch deutlich. Die Zuckermarktordnung und damit die Quoten garantieren in der Europäischen Union (EU) eine Eigenversorgung mit Zucker von zumindest 85 Prozent und sind daher ein Sicherheitsnetz für die Rübenbauern und die Verbraucher. „Das ist ein Anschlag auf die Eigenversorgung“, erklärt der Vorsitzende. Er befürchtet, dass ein Wegfall der Zuckerquoten in Europa zunehmend abhängig macht von Exporteuren und die Verbraucher ungeschützt den Preisschwankungen des Weltmarktes ausliefern würde.

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