Zweites Familienzentrum entsteht
Schon vor einigen Jahren hatte sich der öffentliche katholische St.-Marien-Kindergarten in Lippborg um den Status eines Familienzentrums beworben. Leiterin Margret Keßler und ihr Team freuen sich, dass sie jetzt den Zuschlag bekommen haben. Der Kindergraten war erst kürzlich in erheblichem Umfang erweitert und modernisiert worden.

Fazit: Der erforderliche Bedarf werde gedeckt. Steigern wird sich laut Hengst der Bedarf an U3-Plätzen. Der Jugendhilfeausschuss des Kreises Soest habe daher beschlossen, den Realisierungsgrad von 37 auf 45 Prozent zu erhöhen. Der zusätzliche Ausbau solcher Plätze werde nach und nach vorgenommen. Für Lippetal bezifferte die Jugendamt-Chefin den ermittelten aktuellen Bedarf auf 342 Plätze für Ü3- und 93 Plätze für U3-Kinder. Hengst attestierte einen gesellschaftlichen Wandel, bei dem Schulen und Kindergärten als Orte des Aufwachsens Familienfreundlichkeit anbieten müssten. Bund und Länder müssten daher mit mehr Geld dafür sorgen, dass ein qualitativer Ausbau sowohl bei der Pädagogik, als auch bei den Räumen ermöglicht werde.

Hinterfragt wurden im Schulausschuss die Aufnahmekriterien für die Kindergärten. So komme es laut Margret Strunk (CDU) vor, dass Kinder schon im Säuglingsalter an Kindergärten angemeldet werden, obwohl sie erst nach dem dritten Geburtstag in die Einrichtung gehen sollen. So wollen sich die Eltern früh einen Platz sichern. Relativ klein bleibt die Zahl der Eltern, die den gewünschten Platz im Kindergarten ihrer Wahl und ihrer Nähe nicht bekommen können. Hengst vermeldete, dass ihr Amt kreisweit 240 Fälle zu bearbeiten habe. Sie versprach jedoch, dass jeder Fall einzeln geprüft und alles versucht werde, um zumutbare Lösungen zu finden. Es werde aber nicht in jedem Fall gelingen können. Dass es auch in der Flächengemeinde Lippetal Probleme gibt, schilderte Herbert Schenk (SPD), der die Zahlen des Kreisjugendamtes anzweifelte. Eine Familie mit nur einem Auto, bei der der berufstätige Part den Wagen benötige, könne ihr Kind eben nicht in einen weiter entfernten Kindergarten bringen. Dazu sei der öffentliche Personenverkehr nicht ausgelegt. Schenk forderte mehr Flexibilität zum Beispiel bei der Zahl der Aufnahmen in den Kindergärten.

Dem widersprach vehement Ratsherr und Kreistagsmitglied Oliver Pöpsel. Schenks Kritik sei weit hergeholt. Die Zahlen des Kreisjugendamtes seien Kind für Kind präzise ermittelt und dargestellt. Es gebe zwar solche von Schenk geschilderten Einzelfälle, jedoch sei die Situation bei den Kindergärten in Lippetal insgesamt sehr komfortabel. Sie seien ausgebaut und modernisiert worden. Mit dem weiteren Familienzentrum in Lippborg sei die Gemeinde ganz vorn mit dabei.

SOCIAL BOOKMARKS