22 Jahre mit Herzblut für Vikarie aktiv
Bild: Haunhorst
Nach mehr als zwei Jahrzehnten ehrenamtlicher Arbeit für die Alte Vikarie in Stromberg beenden Gisela und Rudolf Hellweg Ende März ihre Hausmeistertätigkeit. Noch gibt es keinen oder keine Nachfolger. Das Bild zeigt (v. l.) Karl-Josef Strothmeier, Vorsitzender des Trägervereins, sowie Gisela und Rudolf Hellweg.
Bild: Haunhorst

Nun beenden sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Hausmeister, offiziell zum 31. März. Dann seien sie beide 80 Jahre alt, das sei der passende Moment, um einen Schnitt zu machen, sagt Rudolf Hellweg.

Trägerverein ist dankbar

So sehr die Verantwortlichen des Trägervereins der Alten Vikarie um den Vorsitzenden Karl-Josef Strothmeier diesen Schritt bedauern, so dankbar sind sie dem Ehepaar aber auch für seinen großen Einsatz in all den Jahren. Hellwegs seien die guten Seelen der Alten Vikarie, sagt Strothmeier. Er bemüht sich gemeinsam mit seinen Vereinskollegen derzeit, die Nachfolge zu klären. „Wir suchen jemanden, der sich mit der Vikarie als Haus der Vereine identifiziert“, betont er.

„Wir sind auf alle Eventualitäten eingestellt“

So wie Rudolf und Gisela Hellweg, die schon beim Wiederaufbau der Vikarie nach dem Brand tatkräftig angepackt hatten. Im August 1998 wurde sie wiedereröffnet. Hugo Terholsen, erster Vorsitzender des Trägervereins, habe ihn damals gefragt, ob er nicht „ein bisschen auf das Haus aufpassen“ könne, erinnert sich Rudolf Hellweg. „Er verwies darauf, dass wir gegenüber wohnen.“

Hellweg sagte zu – und seitdem kümmert er sich gemeinsam mit seiner Frau um all das, was zu tun ist, insbesondere mit Blick auf die vielen Veranstaltungen, die in der Vikarie stattfinden und deren Termine Rudolf Hellweg verwaltet. „Wir sind auf alle Eventualitäten eingestellt“, betont er. Das heißt: Was auch immer in der Vikarie passiert, Hellwegs sind da, wenn man sie braucht. Und sei es übers Telefon, wenn sie im Urlaub ein Anruf erreicht, weil ihr Rat gefragt ist.

6000 Besucher pro Jahr

Etwa 6000 Besucher hat die Vikarie laut Strothmeier im Jahr, vor allem bei Trauungen, Sitzungen und Seminaren. „Wir haben es immer mit gut gelaunten Leuten zu tun – gerade bei Hochzeiten oder anderen Familienfeiern“, betont Rudolf Hellweg. Das motiviere für die tägliche Arbeit.

Der Trägerverein wird Hellwegs für ihr Engagement bei seiner Jahreshauptversammlung im April ehren. Im jüngsten Bezirksausschuss haben sich bereits Bürgermeister Karl-Friedrich Knop und der Ausschussvorsitzende Winfried Kaup bei ihnen für ihren Einsatz und ihre Zuverlässigkeit bedankt.

Wer Interesse hat, das Hausmeisteramt zu übernehmen, möge sich bei Karl-Josef Strothmeier melden, 0175/7164331.

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