5186 Unterschriften für die Realschule
Bild: Hahn
5186 Unterschriften für den Erhalt der Oelder Realschule hat Bürgermeister Karl-Friedrich Knop gestern von Vertretern der Schule erhalten.
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Sollten die Kommunalpolitiker darüber hinwegsehen, soll ein Bürgerbegehren initiiert werden. Dass ein solches Begehren erfolgreich sein könnte, davon zeigten sich Schulpflegschaftsvorsitzender Bernd Lütke-Dörhoff und Anne Wiemeyer, Förderverein,  bei dem Termin im Rathaus überzeugt. Deutlich mehr als die übergebenen 5186 Unterschriften für den Erhalt der Realschule hätte man sammeln können. Doch sei es vorrangig darum gegangen, rechtzeitig vor der Sitzung des Schulausschusses am kommenden Mittwoch ein Signal zu setzen. Die Fraktionen von CDU, SPD, Grüne und FDP hatten Mitte April in einem gemeinsamen Antrag die Gründung einer Sekundarschule in Oelde gefordert. Bei zahlreichen Gesprächen mit Bürgern während der Unterschriftenaktion habe man deutlichen Rückhalt für den Erhalt der Realschule erfahren, erklärte Lütke-Dörhoff. Sollte die Realschule aber politisch keine Chance haben, werde in der Elternschaft eindeutig die Einrichtung einer Gesamtschule favorisiert, gab Lütke-Dörhoff seinen Eindruck wieder und appellierte an die Politik, nicht über die Köpfe von Eltern und Kindern hinweg zu entscheiden. Der Schulausschuss hat am Mittwoch, 6. Juni, den Antrag der vier genannten Fraktionen zur Einrichtung einer Sekundarschule auf der Tagesordnung. Am 25. Juni entscheidet der Rat.

Stadt versäumt Einladung zu Informationsveranstaltung

Dass zur Informationsveranstaltung zur Gesamtschule am Donnerstagabend nur die Eltern der Erst- bis Drittklässler eingeladen wurden, hat in Oelde Irritationen ausgelöst. Zu dem Informationsabend über die Sekundarschule am 19. April nämlich hatte die Stadt Oelde ausdrücklich alle interessierten Bürger geladen. Dass in diesem Fall anders verfahren wurde, sei keine Absicht, sondern ein Versäumnis gewesen, erklärte der Pressesprecher der Stadt Oelde auf Anfrage gegenüber der „Glocke“. Auch die Veranstaltung in der Realschule sei – über den explizit eingeladenen Personenkreis hinaus – für alle offen gewesen.

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