60 Jahre Einsatz für die Burgbühne
Bild: Tenbrock
Nach der Premiere von „Rabatz im Zauberwald“ wurden Ruth Grosch und Clemens Meintrup für ihr langjähriges Engagement geehrt. Das Bild zeigt (v. l.) den Zweiten Vorsitzenden des Verbands Deutscher Freilichtbühnen – Region Nord, Heribert Knecht, die Vorsitzende der Burgbühne Stromberg Gaby Brüser, Ruth Grosch, Clemens Meintrup, Pauline Wellige als Dornröschen und Felix Jung als Pinocchio.
Bild: Tenbrock

Er überreichte ihnen jeweils eine Ehrenurkunde und die Ehrennadel des Verbands. Beide Stromberger hätten sich seit 1951 als Schauspieler, Statisten oder Eintrittskartenverkäufer und Ordner bei der Burgbühne einen Namen gemacht, lobte Knecht.

Gaby Brüser, Vorsitzende der Burgbühne Stromberg, betonte: „Clemens Meintrup war als Stromberger Junge so theaterbegeistert, dass er in den Anfangsjahren zu den Nachmittags-Vorstellungen von auswärtigen Arbeitsstellen sogar mit dem Fahrrad kam.“ Bereits vor der Wiederbelebung des Vereins im Jahr 1951 habe er bei einer Gastspiel-Aufführung eines Profitheaters als Statist auf den Stufen der Wallfahrtskirche gestanden.

Zahlreiche Rollen habe Clemens Meintrup in seiner Schauspieler-Zeit verkörpert: vom jugendlichen Liebhaber über König Oberon im Sommernachtstraum, den Tod im Jedermann und den Attinghaus im Wilhelm Tell bis zu Johannes dem Täufer. Die aktive Schauspielerei hat der Stromberger inzwischen aufgegeben, doch als Ordner am Paulusturm kontrolliert er schon viele Jahre die Eintrittskarten der Zuschauer und verkauft Programmhefte.

„Ruth Grosch konnte sich der Magie des Theaters nicht entziehen, wohnte sie doch direkt am Paulusturm“, berichtete Gaby Brüser. Auch sie habe sich der Schauspielerei verschrieben: Vom kess-frechen Kammerkätzchen über die Wirtin in Mirandolina sowie die spanische Königin Isabella bis hin zur Mutter Courage stellte Ruth Grosch viele weibliche Charaktere dar. Hinter den Kulissen war sie früh im Vorstand aktiv, kümmerte sich um die Belange der Mitspieler und arbeitete in der Maske. Bis zur Fertigstellung des Bühnenhauses habe sie zu jeder Vorstellung ihre Wohnung umgeräumt, an ihrem Küchenfenster wurden mehr als 30 Jahre lang die Eintrittskarten für das Freilichttheater verkauft. In den vergangenen sechs Jahren war Ruth Grosch Stellvertretende Vorsitzende des Vereins.

Beide Jubilare seien nie zimperlich, hätten jedem Wetter getrotzt und sich immer für die Bühne eingesetzt.

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