A2 nach Unfall stundenlang gesperrt
Bild: Eickhoff

Nach einem Unfall auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Herzebrock-Clarholz und Oelde war die Autobahn stundenlang gesperrt.

Bild: Eickhoff

Nach ersten Ermittlungen der Autobahnpolizei Bielefeld war die Fahrerin eines VW Eos (23) aus Uelzen mit ihrem 20-jährigen Beifahrer in Fahrtrichtung Dortmund unterwegs. Etwa zwei Kilometer hinter dem Parkplatz Marburg berührten sich der VW und ein weiteres Fahrzeug den Angaben zufolge bei voller Fahrt. Der Eos blieb anschließend unbeleuchtet auf der Fahrbahn stehen. Mehrere Fahrzeuge konnten rechtzeitig anhalten, die Fahrer schalteten zur Absicherung der Unfallstelle ihre Warnblinklichter an. Das andere Fahrzeug fuhr unvermittelt weiter.

Situation zu spät erkannt

Der Fahrer eines mit acht Menschen besetzter Kleinbus (Opel Vivaro) aus Polen erkannte die Situation offenbar zu spät, der Transporter touchierte den Volkswagen, schleuderte quer über die drei Fahrstreifen und prallte anschließend in die mittlere Leitplanke. Von dort aus schleuderte er wieder zurück und lieb schließlich entgegengesetzt der Fahrtrichtung auf dem Standstreifen stehen.

Zwei Personen schwer verletzt

Ferner konnte auch eine 43-Jährige Autofahrerin aus Essen ihren Opel Corsa, in dem auch ihr14-jähriger Sohn auf dem Beifahrersitz saß, dem Eos nicht mehr ausweichen und schleuderte in den schwarzen Wagen. Die beiden wurden schwer verletzt. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurden der VW Eos sowie der Opel Corsa völlig zerstört, an dem Kleinbus entstanden erhebliche Schäden.

Nach den ersten Notrufen rückten Notärzte aus Oelde und Rheda-Wiedenbrück aus, ferner Rettungswagen aus den beiden Städten sowie aus Beckum und Rietberg. Der Löschzug Oelde rückte kurz nach 23 Uhr mit 35 Einsatzkräften in fünf Fahrzeugen aus.

Massenanfall von Verletzten

Aufgrund der Vielzahl von Betroffenen wurde ein Massenanfall von Verletzten ausgelöst, so dass auch der Organisationsleiter Rettungsdienst (OrgL) sowie der Leitende Notarzt zu der Unfallstelle eilten. Für die umfangreiche Spurensicherung musste die Autobahn komplett gesperrt werden.

Der Verkehr wurde an der Anschlußstelle Herzebrock-Clarholz zunächst von der Autobahnpolizei und später von Mitarbeitern der Autobahnmeisterei abgeleitet.  Gegen 2 Uhr konnten die Oelder Feuerwehrleute wieder einrücken, gegen 3.30 Uhr wurde zum Ausleuchten und für das Anfertigen von Übersichtsbildern die Drehleiter des Löschzuges Rheda alarmiert. Gegen 5.30 Uhr wurde die Vollsperrung aufgehoben. Der Verkehr hatte sich zunächst auf einer Länge von etwa drei Kilometern bis zur Anschlussstelle zurückgestaut. In der Nacht kam es vor der Ableitung zu keinen nennenswerten Behinderungen.

Die Autobbahnpolizei Bielefeld (0521/ 545-0) sucht dringend Zeugen, die Angaben zu dem Unfallhergang und zu dem geflüchteten Fahrzeug machen können.

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