„Amazon-Effekt muss sich niederschlagen“
Symbolbild: dpa
Zwischen 1200 und 1800 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze könnten nach derzeitigem Kenntnisstand des Jobcenters im Kreis Warendorf durch das neue Amazon-Logistikzentrum im interkommunalen Gewerbegebiet Aurea zwischen Oelde und Rheda-Wiedenbrück entstehen. Das Bild zeigt ein Amazon-Logistikzentrum im hessischen Bad Hersfeld.
Symbolbild: dpa

Dieser „Amazon-Effekt“, wie Leiter Dr. Ansgar Seidel kürzlich in einer Sitzung des Ausschusses für Familien und Soziales in Oelde herausstellte, müsse sich in den Integrationen des Jobcenters niederschlagen. Mit kreisweit rund 200 Arbeitsvermittlungen rechnet er. Die Zahl sei ein Erfahrungswert aus Gesprächen mit anderen Jobcentern, zum Beispiel in Unna.

Mehrere Akteure aktiv

„Wir sind nicht die einzigen Akteure“, hob Seidel hervor. Auch die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter des Kreises Gütersloh zählten dazu. „Außerdem wird Amazon normale Bewerberakquise betreiben.“ Eine ganze Liste verschiedener Aktivitäten haben er und seine Kollegen sich mit Blick auf die Amazon-Eröffnung auf die Fahnen geschrieben.

Frühzeitig plane das Jobcenter, mögliche Bewerber zu kontaktieren. „Konkrete Gespräche werden allerdings erst dann stattfinden, wenn ein konkreter Fahrplan steht“, sagte der Jobcenter-Leiter. Üblicherweise gebe Amazon ein halbes Jahr vorher bekannt, wenn Personal gesucht werde. Regionale Informationsveranstaltungen für erwerbsfähige Leistungsberechtigte seien eine zusätzliche Möglichkeit, um bei Arbeitssuchenden Aufmerksamkeit zu schaffen.

Hemmnisse abbauen, Mobilität fördern

„Auch der Abbau von Hemmnissen wie die Förderung von Mobilität steht auf unserer Agenda“, betonte Seidel. So könnten die Kosten für einen Führerschein übernommen werden, sofern es konkret helfen könne, auf diesem Weg ein Arbeitsverhältnis zu erlangen. „Selbstverständlich bieten wir auch während des Bewerbungsprozesses Unterstützung an.“

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