Aus Dankbarkeit zu Fuß durch Deutschland
Bild: Wille
Der 71-jährige Japaner Junji Miyoshi läuft seit 60 Tagen durch Deutschland. Seine Mission: Den Deutschen Danke sagen für die Unterstützung, die sie den Tsunami-Opfern entgegen gebracht haben. Ben Jansen aus Oelde war neugierig und hat den Japaner zwischen Oelde und Stromberg angesprochen.
Bild: Wille

Seit 60 Tagen marschiert der 71-jährige pensionierte Lehrer mit Rucksack und Strohhut gewappnet durch Deutschland. Begonnen hat er seine Reise jedoch in Genf in der Schweiz, wo er mit dem Flugzeug gelandet ist. Er lebt in Osaka, der drittgrößten Stadt in Japan. Nach dem Tsunami hat er als Freiwilliger in der betroffenen Region gearbeitet.

Er greift in seinen Rucksack und holt eine Landkarte Japans heraus. „Hier war der Tsunami“, sagt er und zeigt auf die Ostküste von Honshu. Miyoshi zeigt Menschen, die er auf seinem Weg trifft, Bilder von Städten, die durch den Tsunami vollkommen zerstört wurden. Auch heute sei dort von Normalität noch lange nicht die Rede, erzählt er. Durch seine Aktion möchte er auch erreichen, dass die Katastrophe und das Leiden der Betroffenen nicht in Vergessenheit geraten.

 „Die deutsche Regierung hat Japan so toll unterstützt. Wir Japaner sind ein sehr dankbares Volk, und ich möchte für all die Hilfe Danke sagen“, betont er. Er ist Mitglied in der Freiwilligen-Hilfsorganisation „Tono Magokoro Net“. Manche Menschen sind neugierig, wenn sie den 71-Jährigen durch die Städte wandern sehen.

Mit Spenden in Japan helfen

So auch Ben Jansen. „Ich bin hier gerade vorbeigefahren und fand das interessant. Ich habe ihm auch angeboten, dass er bei mir zu Hause etwas essen und duschen gehen kann“, sagt er. Doch Miyoshi ist zu bescheiden um dieses Angebot anzunehmen. Manche geben ihm auch Spenden. „Die nehme ich mit nach Japan, um den Menschen zu helfen“, sagt er.

Abends macht er meist Rast in Hotels. Tagsüber versorgt er sich in Supermärkten oder geht in ein Restaurant. „Das deutsche Essen ist super. Besonders das Fleisch ist lecker“, sagt er und lacht. Alle Menschen, die er auf seiner Reise kennenlernt, sollen auf einer Flagge unterschreiben. Auch Ben Jansen verewigt sich gern.

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