Ausschuss gegen Einfamilienhaus-Pläne
Bild: Hahn
Geht es nach dem Planungsausschuss, soll auf diese Fläche neben dem St.-Franziskus-Haus an der Oelder Moorwiese seniorengerechtes Wohnen angeboten werden.
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Da sich nach seinen Angaben die Marktsituation verändert hat und es keine Nachfrage nach dem ursprünglich geplanten Innenhofwohnhaus für Senioren gibt, möchte der Vorhabenträger, die Firma Kirchner Immobilien, den am 18. September 2006 mit der Stadt geschlossenen Städtebaulichen Vertrag ändern. Mit Kirchners Wunsch, statt des barrierefreien Wohnens drei zweigeschossige Einfamilienhäuser zu errichten, musste sich der Ausschuss jetzt beschäftigen. Weil sie unter planerischen Gesichtspunkten „keine grundsätzlichen Bedenken“ gegen die neue Planung hat, hatte die Verwaltung dem Gremium vorgeschlagen, den Vertrag wie gewünscht zu ändern. Das wollte sie allerdings an die Bedingung knüpfen, dass neue Stellplätze geschaffen werden müssen: entweder durch die Stadt auf ihrem Grundstück gegenüber dem St.-Franziskus-Haus, nachdem der Vorhabenträger eine Ablöse gezahlt hat; oder durch den Vorhabenträger auf dem Grundstück der Seniorenwohneinrichtung. Der Ausschuss stimmte gegen diesen Vorschlag. Vielmehr plädierte er einstimmig dafür, dass Kirchner Immobilien das zugesagte Angebot für Seniorenwohnen schaffen soll. „Wir haben 2006 einen Vertrag geschlossen, und wir sind der Meinung, dass er erfüllt werden muss. Punkt!“, betonte der Ausschussvorsitzende Heinz Junkerkalefeld gestern im Gespräch mit der „Glocke“. „Wir machen uns viele Gedanken darüber, wie wir der demografischen Entwicklung Rechnung tragen. Mit Blick darauf ist es nicht in unserem Sinn, das geplante Vorhaben durch Einfamilienhäuser zu ersetzen.“ Die Stadt müsse mit Kirchner nachverhandeln. Das Thema steht nun auf der Tagesordnung des Oelder Stadtrates in dessen Sitzung am 25. Juni.

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