Berührungsängste der Schüler abbauen
Bild: Hoheisel
Berührungsängste abbauen: Ralf Schneegans, mit dem Anmeldeverfahren der Oelder Gesamtschule beauftragter Lehrer, ging mit einem Plakat durch den Klassenraum der Overbergschule.
Bild: Hoheisel

Die drei Lehrer sind mit dem Anmeldeverfahren der Gesamtschule in Oelde beauftragt. Jetzt geht es darum, Berührungsängste schon vor dem Start der Schule im Keim zu ersticken. So viel vorweg, um das Fach Biologie werden die zukünftigen 167 Gesamtschüler nicht herumkommen. Um Unterrichtsinhalte geht es jedoch auch nicht, wenn Elke Schalkamp, Karola Meyering und Ralf Schneegans dieser Tage Grundschulen in Oelde, Lette, Ostenfelde, Stromberg und sogar Beckum besuchen. „Wir klappern die Schulen ab, um die Kinder kennenzulernen, damit der Schritt für die Schüler etwas berechenbarer ist“, erklärt Ralf Schneegans, kurz bevor er mit seinen Kolleginnen den Klassenraum in der Overbergschule betritt, wo sie von 40 zukünftigen Gesamtschülern erwartet werden. Die Viertklässler sitzen auf ihren Stühlen, es ist ungewöhnlich ruhig. Tatsächlich scheinen die Kinder gespannt und vor allem neugierig zu sein, was jetzt und vor allem zum neuen Schuljahr im Sommer auf sie zukommt. „Ich freue mich darauf. Man lernt neue Lehrer und Mitschüler kennen“, sagt der neunjährige Dennis, der in der letzten Reihe sitzt, und nennt den Grund, warum ihn seine Eltern an der neuen Bildungsstätte in Oelde angemeldet haben: „Mein Bruder ist auf der Ennigerloher Gesamtschule und ihm gefällt es dort richtig gut.“

Wünsche auf Plakat gesammelt

Nachdem sich die drei Lehrer vorgestellt haben, entrollt Ralf Schneegans ein rotes Plakat und geht von Tisch zu Tisch, von Schüler zu Schüler. Diese sollen ihre Namen darauf schreiben, später wird ein Gruppenfoto geschossen, das ebenfalls auf das Plakat geklebt wird. Am ersten Schultag sollen die Schilder aus Pappmaché in den Räumen der Lerninsel an die Wand gehangen werden. „Dann fühlen sich die Kinder zu Beginn nicht so fremd“, erklärt Ralf Schneegans die Idee dahinter. Später dürfen die Schüler noch Wünsche äußern, auch diese werden auf einem roten Plakat notiert. Eine Schülerin regt an, dass es eine Lese-Nacht geben soll, ein anderer wiederum erkundigt sich nach der Mensa und dem Essen. Knapp ein halbes Jahr vor dem Start nimmt die Gesamtschule an Fahrt auf und Gestalt an. In dieser Woche soll die Entscheidung über das Kollegium getroffen werden. Zumindest drei der Verantwortlichen kennen die meisten der Gesamtschüler schon jetzt.

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