Bezirksausschuss kämpft für Parkplatz
Bild: Blossey
Angrenzend an das Bodendenkmal Burgberg möchte die große Mehrheit des Bezirksausschusses Stromberg einen Parkplatz anlegen. Die Alternativplanung der Stadt an der Grundschule lehnte die Mehrheit des Gremiums am Dienstag ab. Nun soll ein unabhängiger Gutachter die Argumente des LWL gegen den Standort Hagengarten (siehe Pfeil) beurteilen.
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Und daher hat sie die Verwaltung jetzt beauftragt, nach einem Gutachter zu suchen, der die umstrittenen Aussagen der LWL-Stellungnahme prüft.

Unabhängiger Gutachter soll Argumente beleuchten

Damit griff der Ausschuss bei zwei Enthaltungen der FWG und zwei Gegenstimmen der Grünen in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend nach langer Diskussion einen Vorschlag von Peter Sonneborn (CDU) auf. Dieser hatte dafür plädiert, „einen unabhängigen Gutachter“ zu suchen, der „objektiv die Argumente beleuchtet“, die der LWL gegen den Standort Hagengarten vorgebracht hatte. Beispielsweise gehe es um den möglichen Eingriff in den Boden und die Frage, wie groß der „Sicht-Einfluss“ durch parkende Autos wäre, sagte Sonneborn.

 Bürgermeister Karl Friedrich Knop und Stadtbaurat André Leson hatten zuvor ihren Alternativvorschlag für neue Parkplätze an der Schule vorgestellt, der bei der Ausschussmehrheit aber nicht auf Zustimmung stieß. Sowohl Knop als auch Leson wiesen erneut darauf hin, dass die Stadt beim Thema Denkmalschutz keinen Ermessensspielraum habe. Die Weisung müsse man befolgen, betonte Leson. Ansonsten breche man Recht, und das werde man nicht tun.

Zustimmung für Alternativstandort bleibt aus

 Mit möglichen neuen Parkplätzen an der Schule wollten sich die meisten Ausschussmitglieder trotzdem nicht abfinden – zum Beispiel, weil sie befürchten, dass mehr Verkehr an der Schule mehr Gefahr vor allem für die Schüler bedeutet, und weil sie den Standort für nicht zentral genug halten.

 Josef Becker (FDP) beispielsweise betonte, er habe Angst, dass sich die „hohe Investition“ nicht lohnen werde, weil neue Parkplätze an der Schule womöglich nicht angenommen würden. Im Blick hat der Ausschuss vor allem ältere Menschen, die zum Beispiel zum Arzt in den Ortskern oder zur Kirche möchten und nicht gut zu Fuß sind.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Donnerstag in der Oelder und der Beckumer Ausgabe der „Glocke“.

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