Blick zurück auf 30 Jahre VHS-Leitung
30 Jahre lang hat Elke Hamacher-Jestadt die Volkshochschule Oelde-Ennigerloh geleitet. Nun gibt sie das Amt ab, das sie 1989 von Dr. Burkhard Löher übernommen hatte. Bis zu ihrem Wechsel nach Oelde war die studierte Germanistin, Historikerin und Philosophin Leiterin der Kreis-VHS Ahrweiler in Rheinland-Pfalz gewesen und hatte in Bonn gelebt.

„Die Glocke“: Wie kamen Sie nach Oelde zur VHS und warum sind Sie bis heute hier geblieben?

Elke Hamacher: Ich habe 1988 die Ausschreibung für die Stelle in einer Zeitschrift gelesen und mich beworben. Ich kam aus der geordneten, wohlhabenden Stadt Bonn, und mein erster Eindruck von Oelde war auch der einer geordneten, wohlhabenden Stadt, nur im Kleinen. Das war sehr angenehm. Dass ich bis heute geblieben bin, liegt vor allem daran, dass unsere drei Kinder unsere Wurzeln hier haben wachsen lassen, und daran, dass ich Familie und Beruf gut vereinbaren konnte.

VHS als Familienprojekt

„Die Glocke“: Letzteres war damals sicher noch weniger selbstverständlich als heute?

Hamacher: Das stimmt, aber in Oelde war man diesbezüglich sehr offen. Ich habe immer weitergearbeitet, mein Mann war Hausmann. Das war ein lohnendes Experiment. Ein Familienprojekt sozusagen, die VHS gehörte zu unserem Leben.

„Die Glocke“: Was sind die wichtigsten Veränderungen, die Sie in der VHS miterlebt haben?

Hamacher: Die sogenannte digitale Revolution als neue Welt der Kommunikation und Information, sowohl als Arbeitsgrundlage als auch als Unterrichtsthema. Im Internet konnten wir plötzlich alle Informationen recherchieren, die für ein aktuelles und anspruchsvolles Programm nötig waren. Und es eröffnete uns neue Weg zu den Teilnehmern.

Vortrag vor leeren Stühlen

 „Die Glocke“: Welches Erlebnis werden Sie nie vergessen?

Hamacher: Wir haben 2002 einen Vortrag zur Arbeitszeitflexibilisierung angeboten, ein schon da aktuelles Thema. Die Soziologin aus Köln stand aber vor leeren Stühlen. Das war peinlich für uns. Danach haben wir für Vorträge die Anmeldung eingeführt. 

Das gesamte Interview lesen Sie am Mittwoch, 23. Oktober, in der Oelder und der Beckumer Ausgabe der „Glocke“.

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