Der Traum vom Krankenhaus in Kamerun
Bild: Baumjohann
Noch bis September 2016 absolviert Dr. Philippe Miko (l.) seine Ausbildung zum Facharzt im St.-Elisabeth-Hospital Gütersloh. Anschließend möchte der Oelder zurück nach Kamerun, um in seiner Heimat ein Hospital aufzubauen. Dabei hilft ihm ein Förderverein, der sich aus Freunden und Unterstützern gegründet hat. Vereinsvorsitzender ist Reinhard Börger.
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Nur wenige, wohlhabende Menschen in dem afrikanischen Land seien überhaupt krankenversichert, berichtet Miko. „Weil sie zu arm sind, zögern viele Menschen eine medizinische Behandlung hinaus. Sie leiden an Schmerzen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit durch Unfälle. Passende Medikamente gibt es nur selten, oder sie sind kaum bezahlbar.“ Dr. Philippe Miko, der am Marienhospital Oelde zum chirurgischen Facharzt ausgebildet worden ist, möchte diesen Menschen helfen – und ein Krankenhaus in seinem Heimatland Kamerun gründen. Noch arbeitet der 44-Jährige in Gütersloh, wo er im St.-Elisabeth-Krankenhaus zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ausgebildet wird.

Rückkehr im kommenden Jahr

2016 steht die Rückkehr nach Kamerun an. Hier hat er nach seinem Medizinstudium in Deutschland bereits zwölf Jahre lang als Arzt gearbeitet. „Es leben etwa 22 Millionen Menschen in Kamerun, um die sich aber nur etwa 3000 Ärzte kümmern. Der Bedarf an medizinischem Personal und Geräten ist enorm groß“, erklärt Dr. Miko. Eine Facharzt-Ausbildung sei nur im Ausland möglich, doch viele Kameruner kehrten anschließend nicht zurück. Der 44-Jährige, der in Leipzig studiert hat und seit 2010 in Oelde lebt, möchte wieder in seiner Heimat, in der Stadt Duala, tätig sein. Hier lebt seit einigen Monaten seine Frau mit den drei Kindern, die Oelde vor ein paar Monaten bereits verlassen haben. „Wenn ich meine Prüfungen abgelegt habe, folge ich ihnen.“

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