Die wichtigsten Themen des Jahres
Bild: Hahn
Bei der Arbeit im Großen Ratssaal der Stadt Oelde sollten den Fraktionsvorsitzenden der Oelder Parteien zufolge im Jahr 2013 vor allem die Themen Schule, Feuerwache, Finanzen und Stadtentwicklung im Zentrum stehen.
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 „Die Glocke“: Welches ist Ihrer Meinung nach das wichtigste Thema, dessen sich die Oelder Politik 2013 annehmen sollte?

 Daniel Hagemeier (CDU): Das zentrale Thema ist der behutsame Umgang mit den Finanzen. Wichtige Investitionen in die Schulen, in den Neubau der Feuerwache, die Schaffung neuer Wohnformen oder auch die Weiterentwicklung des Stadtentwicklungskonzeptes sind auch aus dem Blickwinkel des demographischen Wandels zielgerichtet umzusetzen.

Florian Westerwalbesloh (SPD): Sparbemühungen müssen auch 2013 im Mittelpunkt stehen. Die aktuell noch guten Steuereinnahmen wecken leider bei vielen Fraktionen Begehrlichkeiten. Wir müssen aber unseren hohen Schuldenberg von mehr als 50 Millionen Euro abbauen. Allerdings werden wir beim Bau einer neuen Feuer- und Rettungswache nicht um eine Kreditaufnahme herumkommen.

Ralf Niebusch (FWG): Die FWG möchte, dass Oelde mit seinen Ortsteilen im Wettbewerb der Kommunen nicht zu den Verlierern zählt und dass die Menschen gern in Oelde wohnen. Dazu gehören der Erhalt der Infrastruktur, keine Prestigeprojekte, die Vermeidung einer Überschuldung, bezahlbarer Wohnraum und eine gute Zusammenarbeit von Stadt, Gewerbe und Industrie.

Hans-Gerd Voelker (FDP): Für die FDP-Fraktion gibt es zwei wichtige Themen, die mit denen sich die Oelder Politik intensiv beschäftigen muss: die Überarbeitung des in die Jahre gekommenen Stadtentwicklungsplans 2015+ und die Fusion der Energieversorgung Oelde und der Energieversorgung Beckum.

 Barbara Köß (Grüne): Die Stärkung unserer Schulen muss fortgeführt, die Gesamtschule auf einen guten Weg gebracht werden. Der Neubau der Feuerwehrwache sollte zukunftsfähig angelegt und bei den Kosten maßvoll gestaltet werden. Die Fusion von EVB und EVO sollte mit größtmöglicher Transparenz umgesetzt werden. Die Politik muss anfangen, bei fundamentalen Themen wie Klimaschutz, Energiewende, Mobilität für alle Bürger und demografischem Wandel zu handeln.

Oliver Bäumker (OZO): Eine Baukommission wird die Ausgaben für den Bau der Feuerwache überwachen. Nach Berechnung der OZO ist bereits vor Planungsbeginn ein um zwei Millionen Euro zu hoher Ansatz im Haushaltsplan eingestellt. Die Politik muss darauf achten, dass auf Luxus und Spielereien verzichtet wird, um das Haushaltssicherungskonzept zu vermeiden.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Montag in der Oelder und der Beckumer Ausgabe der „Glocke“.

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