EVO und Miele bilden gemeinsam aus
Bild: Hoischen
Die Verbindung zwischen Hochspannungs- und Industrietechnik symbolisieren ein Elektroherd und ein 10 000-Volt-Spannungsprüfer. Beide Bereiche wollen EVO und Miele in einer Ausbildungskooperation vernetzten. Das Bild zeigt (v. l.) EVO-Geschäftsführer Rolf Berlemann, Hans-Josef Surmann, Personalleiter im Miele-Werk Lette, Ewald Drüing, Elektro-Ausbilder bei Miele, und Daniel Recker, Ausbilder und Leiter Stromnetzbetrieb bei der EVO.
Bild: Hoischen

Ein Teil der dreijährigen Ausbildung findet bei Miele in Lette statt. „Wir sind ein junges Unternehmen mit jungen Mitarbeitern“, sagte EVO-Geschäftsführer Rolf Berlemann bei der Vertragsunterzeichnung. „Wir müssen den Bereich Ausbildung aufbauen und als Oelder Unternehmen Verantwortung übernehmen“, führte er aus. Die EVO mit derzeit 42 Beschäftigten sei ein Nischenabnehmer für Monteure. Die beschäftigten Netzmonteure für Strom hätten die Möglichkeit, im Rahmen von Weiterbildungen bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) eine Qualifikation für Gas zu erwerben.

„Die Suche nach einem geeigneten Partner haben wir bei Miele begonnen und sind handelseinig geworden“, berichtete der EVO-Geschäftsführer. „Wir sind gute Abnehmer für Strom“, stellte Hans-Josef Surmann, Personalleiter des Mielewerks in Lette, mit einem Augenzwinkern fest. Dort am Standort würden Produkte rund ums Kochen und Backen hergestellt. „Am Standort Lette sind 600 Mitarbeiter beschäftigt, bis zu 300 000 Herde pro Jahr werden gefertigt“, erläuterte Surmann. Für den eigenen technischen Bedarf würden Energieanlagenelektroniker, Industriemechaniker, Verfahrensmechaniker für Beschichtung und technische Produktdesigner ausgebildet. Die Kooperation komme Miele mit Blick auf die Auslastung entgegen und verstärke die Verzahnung in der Region.

Die Vorteile für die EVO nannte Daniel Recker, Leiter Stromnetzbetrieb und Ausbilder: „Wir haben im Gegensatz zu Miele keine Lehrwerkstatt und nur begrenzte Möglichkeiten, jemanden auszubilden.“ Den Lehrberuf als Netzmonteur gebe es überdies noch nicht. Die Ausbildung soll in unterschiedlichen Blöcken von sechs bis acht Wochen stattfinden. Der Anteil bei Miele sei besonders im ersten Jahr höher, weil dort die Grundkenntnisse in den Bereichen Metall und Elektro vermittelt würden. Voraussetzung für die Bewerbung ist nach Angaben der EVO die mittlere Reife. Das Angebot richtet sich an weibliche und männliche Interessenten.

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