Entscheidung über Markt nach Befragung
Bild: Hahn
Vor allem vor der St.-Johannes-Kirche ist an Markttagen der Platz oft recht eng. Für die Gastronomen besteht nach der derzeitigen Anordnung der Stände im Sommer wenig Gelegenheit, Tische und Bänke aufzustellen.
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In der Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstag stellte Stefan Boegel vom Ordnungsamt mögliche Varianten vor, die unter anderem zwei Zielen dienen sollen: Durchgangsmöglichkeiten verbessern und der Außengastronomie auf dem Marktplatz mehr Raum geben. Eine konkrete Entscheidung soll, wie Stadtbaurat Matthias Abel zu Beginn erläuterte, erst getroffen werden, wenn sich der Gewerbeverein eindeutig geäußert hat. Dessen Vorsitzender Jörg Tippkemper erklärte am Freitag gegenüber der „Glocke“, es werde derzeit versucht, ein umfassendes Meinungsbild innerhalb der Gewerbetreibenden zu erstellen. Konkret werden jetzt die von den Planungen wesentlich betroffenen Händler der Ruggestraße befragt. Anschließend sollen sich aber auch die übrigen Straßenzugsprecher äußern.

Markthändler nicht vergraulen

Parteiübergreifend machten die Ausschussmitglieder am Donnerstag deutlich, dass Eingriffe in den gut funktionieren Markt nicht dazu führen dürften, Markthändler zu vergraulen. Zwischen dem Wunsch der Gewerbetreibenden und den Anforderungen der Marktbeschicker müsse genau abgewogen werden. Für den Ausschussvorsitzenden Heinz Junkerkalefeld stand fest: „Die Markthändler wollen keine Veränderungen.“ Die Verlagerung einiger Marktstände in die Ruggestraße ermöglicht aus Sicht des Ordnungsamtes, im Bereich der südlichen Bahnhofstraße einreihig aufzustellen. Auch auf dem Marktplatz gäbe es einen Raumgewinn, den Brauhaus sowie Feuer & Eis nutzen könnten. Den Geschäften der Ruggestraße würden neue Kunden zugeführt. Ein Nachteil der Verlegung könne sein, dass Kunden die Marktstände nicht wiederfänden, auch seien mehr Absperrungen und eine zusätzliche Stromversorgung vonnöten. Auch eine Alternative nannte Boegel: die Ausweitung beziehungsweise Verlagerung des Marktgeschehens Richtung Süden zum neuen Geschäftszentrum am Vicarie-Platz.

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