Fastenzeit: Die Reserven wieder aufladen
Die Dienerinnen der Armen in Oelde verzichten in der heute beginnenden Fastenzeit unter anderem auf Fleisch und Süßigkeiten. Das Geld, das sie so sparen, spenden sie für ein Kinderheim des Ordens in Indien.

„Die Glocke“ hat dies zum Anlass genommen, ihm, den Dienerinnen der Armen und Jan Magunski drei Fragen zu stellen.

Welcher Verzicht fällt Ihnen grundsätzlich am schwersten? Wie gehen Sie die Fastenzeit an?

Tim Schlotmann: Entscheidend ist, dass der Verzicht nicht in die Leere führt, sondern in die Fülle des Lebens, die Jesus verheißt. Diese wird am ehesten zu erlangen sein, wenn wir den Versuchungen des Alltags widerstehen. Wenn wir darauf verzichten, immer Erster sein zu müssen, oder darauf, Situationen der Rivalität Macht über uns gewinnen zu lassen. Zurückhaltung um des anderen willen fällt mir bisweilen schwer.

Dienerinnen der Armen: Fastenzeit bedeutet für uns, die Beziehung zu Gott und zu den Menschen zu stärken. Wir verzichten auf Fleisch und Süßigkeiten. Freitags gibt es nur eine Mahlzeit. Was wir durch diesen Verzicht sparen, spenden wir für ein Kinderheim in Indien.

Jan Magunski: Als jemand, der gern arbeitet, fällt es mir oft schwer, mich mit meinen Ideen zurückzuhalten und nicht alle sofort umsetzen zu wollen. Dann muss ich auch bedenken, dass kein Brunnen immer nur geben kann, sonst ist er irgendwann ausgetrocknet und leer. So versuche ich, die Fastenzeit zu nutzen, um selbst wieder nach den Quellen des Lebens und Glaubens zu suchen und – hoffentlich – die Reserven wieder aufzuladen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch in der Oelder und der Beckumer Ausgabe der „Glocke“.

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