Finanzkrise Thema zwischen Cola und Gyros
Bild: Timmermann
Diskutieren in der Schlemmerecke in Oelde mit Gästen und untereinander ab und an über die Finanzkrise in Griechenland: Anastasia Vlachava und ihr Bruder Thomas Vlachavas.
Bild: Timmermann

Vlachavas erzählt Gästen davon, wie es seiner Familie und seinen Freunden fernab von Oelde geht. Da gibt es einen Cousin, der in Griechenland eine Druckerei betreibt. „Er arbeitet für den öffentlichen Dienst, macht aber jetzt nichts mehr, weil die Rechnungen nicht bezahlt werden.“

 Dann erwähnt Thomas Vlachavas Facebook-Freunde, Deutsche, die Griechenland-Urlauber warnen: „Achtet auf Euer Geld, dass es Euch die Griechen nicht wegnehmen.“ Sein Gesichtsausdruck bleibt neutral, wenn er solche Sätze wiederholt. Das Thema Griechenland sei im Moment einfach zu kompliziert – zumindest für ein kurzes Thekengespräch in der Schlemmerecke.

 Ein Gast fragt den Imbissbetreiber im Hinblick auf die Volksabstimmung am Sonntag: „Wie würdest du abstimmen, für oder gegen den Euro?“ So einfach ist die Frage aber nicht. Abgestimmt wird über den Sparkurs der griechischen Regierung – den im Detail zu durchblicken, dürfte Analysten zufolge vielen schwerfallen. Vlachavas darf auch abstimmen, weil er die griechische Staatsbürgerschaft und einen Wohnsitz in Griechenland hat – tut es aber nicht. Er informiert sich intensiv. Sein Fazit lautet: „Ich weiß nicht, was das bezwecken soll.“ Eine weitere Diskussion mit dem Gast entsteht nicht. Der verabschiedet sich lapidar mit den Worten: „Was passiert, das passiert ja sowieso.“ Vlachavas ist das recht. Er lasse sich am Tresen ohnehin nicht auf tiefgründige Diskussionen ein.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Samstag in der Oelder und der Beckumer Ausgabe der „Glocke“.

SOCIAL BOOKMARKS