Fusionsgespräche von EVB und EVO gescheitert
Bild: Hahn
Sie finden nicht zueinander: Die Gespräche der Nachbarstädte Oelde und Beckum über die Fusion der beiden lokalen Energieversorger sind beendet worden.
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Oeldes Bürgermeister Karl-Friedrich Knop sagte der „Glocke“, er werde dem Oelder Rat in der nächsten Sitzung am 10. Juni empfehlen, einen Beschluss über die Beendigung der Fusionsverhandlungen zu fassen. Dies sei das Ergebnis seines Gesprächs mit Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann am Dienstag. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt komme man zu keiner Einigung, bestätigte Beckums Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann am Abend der „Glocke“. Er sei von seinem Amtskollegen in Oelde darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass Oelde an den Fusionsplänen nicht festhalten wolle, sagte Strothmann. „Eine Forderung aus Oelde lautete: Verwaltungssitz in Oelde oder Geschäftsführung aus Oelde“, erläuterte Beckums Bürgermeister den Hintergrund. Das sei nicht zu akzeptieren gewesen.

Gleiche Augenhöhe nicht zu erreichen

Das zuletzt diskutierte Verhandlungsergebnis entspricht laut Oeldes Bürgermeister Knop nicht dem partnerschaftlichen Grundgedanken der geplanten Fusion. So sei Oelde nicht bereit gewesen, die als Risiko bewertete Beteiligung der EVB am Gekko-Kraftwerk im gemeinsamen Unternehmen mitzutragen, erklärte Knop. Gegen eine Beteiligung an diesem Projekt habe sich die Oelder Politik 2007 bewusst ausgesprochen. Darüber hinaus sei die vielzitierte „gleiche Augenhöhe“ stets Ziel der Verhandlungen gewesen. Dies habe aus Oelder Sicht auch erfordert, entweder den Unternehmenssitz in Oelde anzusiedeln oder die Geschäftsführung aus Oelde zu besetzen.

Wunsch nach Kooperation bleibt

Strothmann sagte, er bedaure zutiefst, dass die Fusion derzeit nicht zustande komme. Aus Beckumer Sicht wäre der Schritt sinnvoll gewesen. Nach dem Scheitern der Verhandlungen äußerte er jetzt den Wunsch nach einer Kooperation mit dem benachbarten lokalen Energieversorger. Grundsätzlich stehe man Kooperationsüberlegungen – auch mit Beckum als Partner – weiter offen gegenüber, blickte auch Oeldes Bürgermeister am Mittwoch nach vorn. Um sich bei künftig steigendem Wettbewerbsdruck wirtschaftlich aufzustellen, sei es notwendig, über Kooperationen Synergieeffekte zu erschließen. Auch insofern sei der zurückliegende Planungsprozess nicht wertlos gewesen, betonte Knop.

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