Gea trennt sich von Finanzchef Schmale
Zum Gea-Konzern gehört auch Westfalia Separator in Oelde.

„Bis zur Entscheidung über die Nachfolge wird Helmut Schmale seine Aufgaben weiterhin unverändert wahrnehmen“, heißt  es in einer Mitteilung des Unternehmens vom Donnerstag.

Zum Konzern gehört die Gea Westfalia Separator Group mit Hauptsitz in Oelde (3500 Mitarbeiter). Das Unternehmen stellt Anlagen unter anderem für die Milchverarbeitung her.

Oleas geht bis Ende 2019

Bereits vor einem Monat hatte Firmenchef Oleas angekündigt, seinen Posten bis spätestens zur Hauptversammlung im April 2019 zu räumen. Sein Vertrag läuft eigentlich bis Ende kommenden Jahres.

Das Unternehmen strebe einen Generationswechsel an, heißt es weiter in der Mitteilung. „Ziel des Aufsichtsrates ist es, zeitnah und abgestimmt die Bestellungen von Vorstandsvorsitzendem und Finanzvorstand umzusetzen, um insgesamt einen geordneten Führungswechsel zu gewährleisten.“

Gewinnziele nicht erreicht

Nach Angaben des „Handelsblatts“ steht der Gea-Konzern seit längerem unter Druck. Oleas komme mit seinen Kosteneinsparungen langsamer voran als geplant und habe seine Gewinnziele für 2017 zweimal zurücknehmen müssen. In den ersten drei Monaten des Jahres seit der Auftragseingang  und das operative Ergebnis zurückgegangen. Zu schaffen mache dem Unternehmen die Zurückhaltung der Kunden aus der milchverarbeitenden Industrie.

Schmale ist seit 1993 in verschiedenen Führungspositionen für GEA tätig und gehört seit April 2009 als Leiter des Finanzressorts dem Vorstand an.

Gea machte im vergangenen Jahr 4,6 Milliarden Euro Umsatz. 70 Prozent davon kommen aus Geschäften mit der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie. Zum 31. Dezember 2017 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 18.000 Mitarbeiter.

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