Gefahrgutunfall bei der Firma Dur. Metall
Bild: Rautenstrauch
Mit einem Großaufgebot ist gestern die Feuerwehr Oelde zur Firma Dur. Metall an der Weststraße ausgerückt. Dort hatte sich ein Gefahrgutunfall ereignet, bei dem aus einem herabgefallenen Container 400 bis 500 Liter Säure ausgelaufen waren. Die Substanz gelangte in die Kanalisation des Betriebs und musste abgepumpt werden.
Bild: Rautenstrauch

Um 8.27 Uhr erreichte die Feuerwehr Oelde der Notruf des Oelder Unternehmens, das mit Chemikalien Metalloberflächen veredelt. Ein Container, der eine chemische Substanz enthielt, war beim Abladen heruntergefallen und beschädigt worden. 400 bis 500 Liter der Substanz, die sich in dem Container befunden hatte, gelangten laut Bezirksregierung Münster in die Kanalisation des Betriebs. Die Verunreinigung des öffentlichen Kanalnetzes habe weitestgehend verhindert werden können, erklärte der Chef der Feuerwehr Oelde und Einsatzleiter, Michael Haske. Die ausgelaufene Flüssigkeit ließ sich von der Feuerwehr aber nicht mehr auffangen.

Um eine Ausbreitung der Substanz in der öffentlichen Kanalisation zu vermeiden, setzte die Feuerwehr eine sogenannte Absperrblase in den Kanaleinlauf ein. Dennoch sei die ätzende Flüssigkeit in das Regenrückhaltebecken am Robert-Schuman-Ring gelangt, erklärte Christiane Klein von der Bezirksregierung Münster, bei der die zuständige Obere Wasserbehörde angesiedelt ist. Sicherheitshalber ließ die Feuerwehr das Becken unter Beteilung von Mitarbeitern der Kläranlage verschließen. Für die Umwelt habe keine Gefahr bestanden, sagte Christiane Klein. Bei dem giftigen Stoff handelt es sich nach Aussage von Michael Haske um eine Säure, die ätzend wirkt. Das Ordnungsamt der Stadt Oelde, die beim Kreis Warendorf angesiedelte Untere Wasserbehörde sowie die Obere Wasserbehörde wurden beim Einsatz hinzugezogen.

Entsprechende Messungen zur Verunreinigung der Kanalisation wurden auch gestern Nachmittag noch durchgeführt. Derweil pumpte ein beauftragtes Spezialunternehmen die verunreinigte Flüssigkeit ab. Die Feuerwehr Oelde war mit einem Großaufgebot an der Einsatzstelle. 28 Kräfte rückten mit sieben Fahrzeugen aus. Zusätzlich waren ein Rettungswagen, der vorsorglich zwei Mitarbeiter von Dur. Metall zur Untersuchung in das Krankenhaus brachte, und Feuerwehreinheiten für den Umweltschutz aus Beckum und Ahlen vor Ort.

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