Gesamtschule ist einzige Option für Rat
Bild: Wessel
In das Gebäude der Oelder Theodor-Heuss-Schule könnte im kommenden Sommer die Gesamtschule einziehen. Sowohl in der Hauptschule als auch in der Realschule stehen künftig Räume für die neue Schule zur Verfügung, da in beiden bestehenden Schulen keine Fünftklässler mehr eingeschult werden.
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Von 763 Eltern haben nur 35 dahin gehend den Bogen ausgefüllt, dass sie nur eine Sekundarschule wünschen. 408 stimmten hingegen für die Errichtung einer Gesamtschule. Die anderen Eltern hatten von vorn herein beide Schulformen für ihr Kind abgelehnt.

„Das ist ein eindeutiges Ergebnis“, sagte Bürgermeister Karl-Friedrich Knop im Gespräch mit der „Glocke“. Die Eltern hätten bewusst eine Entscheidung gefällt. „In keinem der Jahrgänge wird die Mindestzahl zur Errichtung einer Sekundarschule auch nur annähernd erreicht“, stellte er fest. Die Sekundarschule sei keine Option. „Wenn der Elternwille so eindeutig ist, gibt es für die Politik keinen Ermessensspielraum“, fügte der Erste Beigeordnete Michael Jathe an. Der Rat sei jetzt in der Pflicht.

Am 22. Oktober werde zunächst der Schulausschuss tagen, anschließend der Rat. Die Empfehlung der Verwaltung an die Politik werde dann lauten, dass als einzig realistische integrierte Schulform in Oelde die Gesamtschule verfolgt werden kann, aber auch muss, weil der Elternwille so deutlich ist.

„Wir gehen von einer Sechs-, eher jedoch Siebenzügigkeit der neuen Schule aus“, sagte Knop. Diese werde eine gebundene Ganztagsschule werden, erläuterte Fachdienstleiter Frank Siemer. Das Raumkonzept stehe noch nicht, jedoch ständen genügend Räume in den Gebäuden der Theodor-Heuss-Schule und der Realschule zur Verfügung. In diesen beiden Schulen, die vom kommenden Schuljahr an keine Schüler mehr aufnehmen und sich entsprechend auslaufend auflösen, wird die Gesamtschule untergebracht. Das heißt, in den kommenden Jahren werden die Gesamtschüler so lange mit Real- und Hauptschülern die Gebäude teilen, bis die letzten ihren Abschluss gemacht haben. Von dem Zeitpunkt an wird es dann nur noch die Gesamtschule in Oelde geben, die als G9-Schule eine Alternative zum Thomas-Morus-Gymnasium ist, auf dem die Schüler in acht Jahren zum Abitur geführt werden.

Ausdrücklich betonten Knop und Jathe, dass die auslaufenden Schulen nicht vernachlässigt würden. Allen Befürchtungen würden sie energisch entgegentreten.

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