Großeinsatz an Oelder Gesamtschule
Bild: Hahn
An der Oelder Gesamtschule hat es am Montagnachmittag einen größeren Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gegeben.
Bild: Hahn

Die Polizei spricht von Panikreaktionen, Gesamtschulleiter Michael Jütte betonte jedoch, dass es keine Panik gegeben habe.

Zehn Schüler zur Untersuchung in Krankenhäuser gebracht

Insgesamt betroffen von dem Geschehen waren mehrere Dutzend Schüler. Die Polizei teilte am Nachmittag mit, dass zehn Schüler zur Untersuchung und weiteren Behandlung mit mehreren Rettungswagen in Krankenhäuser der Region transportiert worden seien.

Stationär aufgenommen werden musste nach ersten Erkenntnissen keiner der Betroffenen. Sie waren zunächst in der Schule von Rettungskräften und Lehrern versorgt worden.

Betreuung zahlreicher Schüler erforderlich

Betreut werden mussten auch mehr als 20 weitere Gesamtschüler, die von dem Geschehen geschockt waren. Viele hätten „gezittert und geweint“, seien aber körperlich unversehrt gewesen, sagte Jütte. Die Betreuungsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes mit Kräften aus Wadersloh und Oelde wurde nachalarmiert.

Für den Rettungseinsatz wurde der Bereich um das Unterstufengebäude am Düdingsweg von der Polizei abgesperrt. Auch Eltern wurden zunächst nicht vorgelassen. Ab 14.20 Uhr konnten die Erziehungsberechtigten laut Polizei ihre Kinder von der Schule abholen. Der Einsatz der Rettungskräfte wurde dem Schulleiter zufolge gegen 15.30 Uhr beendet.

Strom von Schülern aufgehalten

Ursache ist offenbar ein dummer Streich von Schülern der Unterstufe, die versucht hatten, den Strom der Schüler auf der Brücke über den Axtbach aufzuhalten. Nach dem Mittagessen befanden sich etwa 450 Schüler auf dem Rückweg von der Mensa zum Schulgebäude. Dabei kam zunächst ein Mädchen zu Fall und erlitt Jütte zufolge eine blutende Wunde im Gesicht.

Von den nachrückenden Schülern stürzten in der Folge zahlreiche weitere. Panische Reaktionen, wie von der Polizei in der Pressemitteilung genannt, gab es dem Schulleiter zufolge an der Brücke nicht.

Verursacher sind Polizei bekannt

Laut Polizei hatten drei Schüler das Geschehen ausgelöst. Mit ihnen und ihren Eltern hätten die Beamten vor Ort bereits „das Gespräch gesucht“, erklärte die Pressestelle auf Nachfrage. Sie seien zwischen 11 und 13 Jahren alt und damit strafunmündig.

Vor Ort waren 15 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und 27 Feuerwehrleute des Löschzugs Oelde unter Einsatzleitung von Michael Haske sowie 10 Betreuer des DRKs und zahlreiche Polizisten.

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