Grüne setzen auf junges Gesicht
Bild: Kalläne
Für Bündnis 90 / Die Grünen tritt der Oelder Alexander Ringbeck als Bundestagskandidat an. Die neuen Medien nutzt er in seinem Wahlkampf zur Kommunikation und Informationsweitergabe. Das Bild zeigt den 23-Jährigen in der Uni Bielefeld, wo er Wirtschaftswissenschaften studiert.
Bild: Kalläne

 „Die Glocke“: Wie ist Ihr Weg in der Politik bisher verlaufen?

Alexander Ringbeck: Ich war schon zu Schulzeiten politisch interessiert und wollte mich dann auch in der Praxis einbringen. Daher habe ich mich seit 2008 für die Grüne Jugend in Oelde engagiert und bin 2009 Mitglied der Grünen geworden. Relativ schnell bin dann auch auf Landesebene eingestiegen und 2010 zum Sprecher der Grünen Jugend in NRW gewählt worden. Das Amt habe ich bis Ende 2012 ausgeübt.

„Die Glocke“: Warum sind es die Grünen, für die Sie sich einsetzen?

 Ringbeck: Wir stützen uns auf die gleiche Wertebasis. Eckpunkte wie Ökologie, soziale Gerechtigkeit und Feminismus sind auch mir besonders wichtig.

„Die Glocke“: Warum haben Sie sich aus der Arbeit auf Landesebene zurückgezogen?

 Ringbeck: Es war eine sehr interessante Zeit, in der ich auch den Landtagswahlkampf 2012 mitmachen konnte und viel gelernt habe, aber das Kapitel war dann einfach beendet. Denn ich finde, dass man in einer Jugendorganisation immer wieder Platz machen muss für neue und jüngere Leute. Als Basismitglied werde ich mich aber weiter einbringen.

„Die Glocke“: Als Bundestagskandidat gehören Sie nun wieder zu den ganz Jungen. Wie kam es zu Ihrer Kandidatur?

 Ringbeck: Ich habe 2012 entschieden, meinen Hut in den Ring zu werfen. Dabei geht es mir nicht nur um den Bundestagswahlkampf, sondern auch darum, die Menschen in den Grünen-Verbänden im Kreis Warendorf kennenzulernen und Ideen einzubringen. Gerade bin ich dabei, mich in allen Ortsverbänden vorzustellen. Das ist anstrengend, aber schön. 

 „Die Glocke“: Welche Themen sind Ihnen als Kandidat am wichtigsten?

 Ringbeck: Ganz wichtig ist die Energiewende. Hier verschlafen wir noch viele Chancen. Wir müssen das Thema im Kreis langfristig anschieben. Der Kreis Steinfurt beispielsweise hat bereits ein Konzept vorgelegt, um bis 2050 energieautark zu sein. Zudem setze ich mich für mehr Demokratie durch mehr Bürgerbeteiligung ein. Auch das Thema Transparenz spielt eine wichtige Rolle. Ich weiß, dass hier überall dicke Bretter gebohrt werden müssen, aber das ist man als Grüner gewohnt.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag in der „Glocke“.

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