Hendrik Becker inszeniert auf Burgbühne
Bild: Reimann
Der gebürtige Stromberger Hendrik Becker (im Bild links beim Theaterspaziergang „Oelde total“) führt 2015 erstmals Regie bei der Burgbühne Stromberg.
Bild: Reimann

Und daher wird der gebürtige Stromberger Hendrik Becker 2015 erstmals auf der Freilichtbühne Regie führen und damit die Nachfolge von Reimund Fränzel antreten. Mehr als 50 Kandidaten hätten sich auf die Ausschreibung der Stelle beworben, sagt die Vorsitzende der Burgbühne, Gaby Brüser. Selbst aus Wien habe sich jemand gemeldet. Besonders wichtig bei der Auswahl sei gewesen, dass der künftige Regisseur Freilichtbühnen-Erfahrung habe und sensibel mit der historischen Kulisse umgehe, vor der gespielt werde. „Hendrik Beckers Bewerbung hat alle unsere Anforderungen sofort erfüllt“, betont Gaby Brüser. Becker hatte die Anzeige der Burgbühne im Internet gesehen, sich aber mit der Bewerbung Zeit gelassen. „Ich musste mir erst darüber klar werden, ob es das Richtige für mich ist“, betont er. Und dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass er bereits an mehreren Stellen in der Stadt Oelde im Einsatz ist. Denn der Chef des Theaters Löwenherz ist sowohl für den Theaterspaziergang in Stromberg als auch für den in Oelde verantwortlich und hat bereits mehrfach die künstlerische Leitung für den Tag am Wasser im Gaßbachtal übernommen. Mittlerweile ist sich Becker sicher: „Die Burgbühne passt perfekt in mein Konzept.“

Erstes Stück wird „Katharina Knie“ sein

Welches Stück der neue Regisseur als erstes inszenieren wird, das haben die Verantwortlichen und Becker in den vergangenen Wochen gemeinsam entschieden. „Wir hatten eine Liste mit Stücken, die wir nach und nach zusammengestrichen haben“, sagt er. „Drei blieben übrig, aber von keinem waren wir 100-prozentig überzeugt.“ In dieser Situation sei dann Carl Zuckmayers „Katharina Knie“ „vom Himmel gefallen“, fügt Becker hinzu. „Dieses Stück passt für mich wie die Faust aufs Auge zu diesem Ort.“ Zuckmayer selbst hat sein Drama, das weniger bekannt ist als beispielsweise „Der Hauptmann von Köpenick“, „ein Seiltänzerstück“ genannt. Es erzählt eine Zirkusgeschichte, die in den 1920er-Jahren spielt. Premiere in Stromberg ist am 8. August.

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