Hoffen auf neue Mountainbike-Anlage
Bild: Hövelmann
Ihr Hobby ist das Downhill-Fahren: Marvin Sacher, Rico Lenort, Ole Wittelmann, Jan-Luca Latzel, Sam Sander, Julius Eiden, Jesco Nowotny, Till Raestrup, Dominik Jgnaczak, Benjarong Thongloi und David Schwarzer (v. l.) sind fast täglich mit ihrem Rad unterwegs. Sie wünschen sich eine Anlage, auf der sie trainieren können. Regelmäßig treffen sich die jungen Sportler an der Alten Post in Oelde.
Bild: Hövelmann

Er teilt ihn mit zahlreichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Oelde sowie der Umgebung. Ein großer Startturm, mehrere Sprünge hintereinander – Vorstellungen, wie ein Park aussehen könnte, haben die Sportler.

Zum Training bis ins Sauerland

 Einer von ihnen ist Benjarong Thongloi. Seit Jahren hofft er, dass sich in Oelde etwas tut – bisher vergeblich. Regelmäßig nimmt der 34-Jährige an Rennen in der Hobbyklasse teil. Um für diese trainieren zu können, fährt er bis ins Sauerland – ebenso wie alle anderen. „Vor Jahren ist am Bergeler Weg eine Anlage eröffnet worden“, sagt Thongloi. „Doch die kommt für uns nicht infrage.“ Sie sei nicht mehr zeitgemäß und abgefahren.

Auch Eva Eiden ist zum Gespräch zur Alten Post nach Oelde gekommen, jenem Ort, an dem sich die Biker regelmäßig treffen. „Die Szene wächst“, stellt die Mutter heraus. Sie hoffe sehr, dass die Stadt bald reagiere und den Jugendlichen eine Fläche zur Verfügung stelle. „Die Jungs wünschen sich eine große Wiese mit viel Erde – um den Rest kümmern wir uns“, verdeutlicht Vater Klaus Wittelmann. Schließlich sei die Bereitschaft zur Eigeninitiative bei allen Bikern vorhanden.

Für Bau einer Anlage Unterschriften gesammelt

Bereits vergangenes Jahr hatte sich eine Gruppe für den Bau einer neuen Anlage stark gemacht. „Wir haben in der Innenstadt Unterschriften gesammelt“, berichtet Jesco Nowotny. Bei der Stadt eingereicht haben sie diese nicht. Erst durch einen Antrag der SPD sei die Verwaltung auf das Anliegen aufmerksam geworden, sagt Stadtbaurat André Leson. „Daraufhin sind wir aktiv geworden.“

Bei der Planung einer Anlage gehe es aber nicht allein um Biker, erklärt Thomas Steinhoff von der Alten Post. Vielmehr solle eine Multifunktionsfläche entstehen, die eine breite Masse der Jugendlichen anspreche. „Ziel ist eine gemeinschaftlich getragene Anlage, die nicht nur von einer Gruppe beansprucht werden kann.“

Konkreten Bedarf ermitteln

 Um die konkreten Bedarfe zu ermitteln, sollen Politik, Jugendamt, Jugendliche sowie junge Erwachsene an einem Tisch zusammenkommen. „Wir beginnen mit einer Befragung der Zielgruppe im Herbst“, betont Steinhoff. „Denkbar sind etwa auch Angebote zum Skaten, für Parkour oder Discgolf.“

Mehr zu diesem Thema, auch über Planungen für einen Mountainbike-Parcours in Stromberg, lesen Sie am Donnerstag, 29. August, in der Oelder und der Beckumer Ausgabe der „Glocke“.

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