Informationen zu Windkraft locken 200 Letter
Bild: Schomakers
Etwa 200 Letter Bürger, Gegner wie Befürworter von Windkraftanlagen in Lette, nahmen an der Informationsveranstaltung im Saal des Hotels Hartmann teil.
Bild: Schomakers

Sie wollte das aus ihrer Sicht vorhandene Informationsdefizit zu den geplanten Windkraftanlagen im Letter Süden und Westen verringern. Die Bürgerinitiative befürchtet eine Minderung der Lebensqualität in Lette. Dies wolle man nicht so ohne Weiteres hinnehmen, sagte Bernhard Becker in seiner Begrüßungsrede. Deshalb habe man die Bürgerinitiative „Gegenwind-Lette für Mensch und Natur“ gegründet. Ziel sei, sich gemeinsam gegen eine Beeinträchtigung der Natur wie auch der Lebensqualität der Menschen in Lette zu wehren. Becker unterstrich, dass der Abend als reine Informationsveranstaltung geplant sei – auf eine Diskussion sollte bewusst verzichtet werden.

Beeinträchtigungen befürchtet

„Wir haben unsere Informationen sorgfältig recherchiert“, betonte Frank Brormann, Unternehmer in Oelde und wohnhaft in Ostenfelde. Er war nicht der einzige Ostenfelder im Saal. Die Planungen für Windkraftanlagen lägen über dem Bedarf, und es fehle an Netzen, sagte er. Jeder Bürger würde die Anlagen über Subventionen mitbezahlen, erklärte Brormann. Er wies auch darauf hin, dass der Herzebrocker Rat gegen Windräder entschieden habe. Auch der Oelder Stadtrat könne Einfluss nehmen. Wie Brormann nahmen Bernhard Becker, Anne Nordhus, Dr. Sebastian Menke, Johannes Kuhlmann und Andrea Eustergerling als Sprecher der Initiative zu verschiedenen Aspekten Stellung. Eine gravierende Naturbeeinträchtigung befürchtet Anne Nordhus, ehemalige Leiterin der Norbert-Schule. Auf den von den Anlagen ausgehenden, jedoch unhörbaren Infraschall wies der Letter Naturwissenschaftler Dr. Sebastian Menke hin. Er bezog sich auf Studien, die nachwiesen, dass sich die dauerhafte Beschallung gesundheitsgefährdend auswirken könne. Andrea Eustergerling wies noch auf Unterschriftlisten hin, die an den Stadtrat gehen sollen.

SOCIAL BOOKMARKS