Investor stellt Projekt im Ausschuss vor
Bild: Hahn
Südlich der Bahnlinie in Oelde liegt das Gelände der Ex-Molkerei. Auf dem Grundstück sollen ein Vollsortimenter, ein Discounter und ein Grünes Zentrum angesiedelt werden. Das bestehende Gebäude soll abgerissen werden
Bild: Hahn

Auf dem Gelände an der Warendorfer Straße soll ein Einzelhandelszentrum mit einem Vollsortimenter (Edeka), einem Discounter (Aldi) und einem Raiffeisen-Markt entstehen („Die Glocke“ berichtete). Investor ist die Ten Brinke Gruppe mit Hauptsitz in den Niederlanden. Die Zwangsversteigerung (siehe Hintergrund) ist ein abgesprochenes Verfahren zwischen dem derzeitigen Besitzer, einer in Abwicklung befindlichen Bank, und der Ten Brinke Gruppe als Käufer. Es ermöglicht, das Grundbuch zu bereinigen. Oeldes Stadtbaurat Matthias Abel zufolge hat sich der Investor in der Vergangenheit bereits den Zugriff auf weitere, für die Umsetzung des Projekts erforderliche Grundstücke am Standort gesichert.

Weitere Abstimmungen erforderlich

In der Sitzung des Planungsausschusses am Dienstag, 10. Februar, werde der Investor das Projekt auch öffentlich vorstellen. Der Verwaltung sei es wichtig, dass sich beispielsweise der Oelder Gewerbeverein in den Planungsprozess einbringen könne. Ein Hauptaugenmerk der Abstimmungen mit dem Projektträger liegt Abel zufolge derzeit auf der verkehrlichen Anbindung. Denn statt des zwischenzeitlich vorgesehenen Kreisverkehrs soll das Gelände über eine normale Kreuzung angebunden werden; die bestehende muss dafür umgestaltet werden. Derzeit werde der Nachweis geführt, dass sich dadurch der Qualitätsstandard der Kreuzung, also die Bewältigung der Verkehrsströme, nicht verschlechtere. In einer 2013 vorgestellten Verkehrsstudie war die Qualität der Kreuzung zwischen Warendorfer Straße und der Straße Am Bahnhof mit einem mittleren Wert klassifiziert worden. Ein Kreisel hätte die Situation laut Prognose verbessert.

1,19 Euro für Dampfmaschine

Noch steht auch die historische Dampfmaschine auf dem Grundstück. Mit dem Investor habe die Stadt einen symbolischen Kaufpreis von – inklusive Mehrwertsteuer – 1,19 Euro für die Maschine vereinbart. Der Investor möchte laut Abel sichergestellt wissen, dass der historische Apparat oder ihr Abbau das Bauvorhaben nicht aufhalten. Der Kreis jener, die sich für den Erhalt der Maschine einbringen wollen, hat sich zuletzt noch um den Verein Deutscher Ingenieure erweitert.

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