Jecker Zug durch das Sonnendorf
Bild: Kalläne
Über die Zukunft Sünninghausens machte sich die Throngesellschaft 2010/11 vom Königreich Keitlinghausen Gedanken. Eine JVA als etwas andere Art des betreuten Wohnens schlug die Wagengruppe beim Karnevalsumzug in Sünninghausen am Sonntag vor.
Bild: Kalläne

Der gelbblaue Narr vom SK Helau zeigt es an: Ein Jahr ist um, und die Sünninghausener Jecken haben sich eingefunden, um in bunten Kostümen gemeinsam zu feiern, Kamelle zu sammeln und zu singen. Viel Kreativität zeigten die Wagenbauer in diesem Jahr. Zwölf Wagen, elf Fußgruppen und sechs Kapellen komplettierten den Zug, der um 13.11 Uhr zu seiner ersten Runde gestartet war.

 Eine „etwas andere Art des betreuten Wohnens“ schlug die Throngesellschaft 2010/11 des Königreichs Keitlinghausen mit ihrem Wagen vor. Eine Justizvollzugsanstalt anstelle eines Seniorenheimes will sie in der ehemaligen Grundschule eröffnen. Milch trifft Schokolade: Nach diesem Motto machte sich die Gruppe „Treibstoff“ in Weiß und Braun auf den Weg. Sie stellte nicht nur eine süße Versuchung dar, sondern verteilte sie auch gleich an die jungen Zuschauer am Straßenrand.

Die Wadersloher Kolpingjugend setzte zum Abflug ins All an mit ihrem als Space-Shuttle gestalteten Wagen. Mit einer mobilen St.-Vitus-Grundschule fuhr die Gruppe „Da simma dabei“ im Zug mit. Mit Schultüte, Rucksack und dem Spruch „Da simma die letzten Kinder“ thematisierten die Wagenbauer die Schließung der Schule. Vom Fernsehen hatten sich die Mitglieder der KLJB Oelde-Stromberg inspirieren lassen. Unter blonden Perücken verteilten sie Süßigkeiten von ihrem Wagen: „Kein Geiz mit Geiss“ lautete ihr Motto.

Während es Kamelle regnete, spielten der Spielmannszug Göttingen, das Fanfarencorps Wadersloh und Weiß-Rot Beckum, der Spielmannszug Frei Weg Lette sowie der Spielmannszug Beelen und der Musikzug Weddingstedt.

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