Junger Wolf aus Cuxhaven reißt Schafe
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Ein einjähriger Wolf aus Cuxhaven hat in Westfalen Ziegen und Schafe getötet.
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Demnach haben die genetischen Analysen der Abstrichproben durch das Senckenberg-Forschungsinstitut Gelnhausen ergeben, dass ein Wolf die drei Kamerunschafe in Oelde-Sünninghausen (Kreis Warendorf) am 6. April gerissen hat.

Fest steht nach Ministeriumsangaben, dass die Schafe aus Oelde-Sünninghausen und die Ziegen aus dem Kreis Lippe von ein und demselben männlichen Wolfswelpen aus einem Rudel in Cuxhaven (Niedersachsen) gerissen wurden. Dieses Rudel hatte 2015 erstmals Nachwuchs bekommen. Die Elterntiere stammen aus den Rudeln in Munster (Niedersachsen) und Altengrabow (Sachsen-Anhalt). Der einjährige Wolfsrüde war erstmals durch genetische Spuren an einem gerissenen Schaf in der Nähe seines Heimatrudels am 16. Februar dokumentiert worden. Bis zum 27. März muss dieses Tier die Strecke von Cuxhaven bis in den Kreis Lippe (230 Kilometer Luftlinie) zurückgelegt haben. Vom Kreis Lippe bis nach Oelde-Sünninghausen sind es noch einmal 80 Kilometer Luftlinie, die der junge Wolf in den zehn Tagen bis zum 6. April zurückgelegt haben muss.

Aus dem Kreis Gütersloh (Rietberg-Mastholte) liegen laut Umweltministerium keine genetisch auswertbaren Spuren vor. Die Untersuchungen des in einen Unfall verwickelten Wolfs im Kreis Paderborn (Borchen) erbrachten demnach nur den Artnachweis. Für eine „individualisierte Auswertung“ habe zu wenig DNA-Material vorgelegen.

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