„Kirche für Oelde“ gerät in Personalnot
Bild: Reimann
Nach zehn Jahren an der Spitze des Fördervereins der Evangelischen Kirchengemeinde Oelde will Dr. Horst-Rüdiger Hupe Ende September das Amt auf jeden Fall abgeben. Nachdem sich im Frühjahr kein Nachfolger gefunden hatte, war er in die Verlängerung gegangen – mit der klaren Ansage, zum Zehnjährigen Schluss zu machen.
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Seitdem hat der Förderverein „Kirche für Oelde“ die Kinder- und Jugendarbeit, die Kirchenmusik und Maßnahmen an oder in Gebäuden jedes Jahr mit mehreren Zehntausend Euro unterstützt. Ob Sonnensegel, Beschallungsanlagen für die Friedens- und die Stadtkirche, Orgelsanierung, Gartengestaltung im Wichernkindergarten oder Kochanlage im Kinderhaus – an vielen Stellen haben die Förderer geholfen. Doch jetzt gerät der Verein selbst in schwere Zeiten. Nach zehn Jahren an der Spitze der Förderer will Dr. Horst-Rüdiger Hupe das Amt in die Hände eines jüngeren Gemeindemitglieds abgeben. Das sollte schon im Frühjahr bei der Versammlung des Vereins geschehen, doch damals hatte sich kein Nachfolger gefunden. Mit der Ansage, dass er nur bis Ende September verlängere, blieb Dr. Hupe im Amt. Auch Bernd Lafeldt, von Beginn an als Stellvertretender Vorsitzender im Team, wolle nur noch seine Amtszeit zu Ende bringen, sagte Dr. Hupe im Gespräch mit der „Glocke“. Hinzukomme, dass durch den Tod der Kassiererin eine große Lücke in das Führungsteam gerissen wurde.

Hoffnung noch nicht aufgegeben

Viele Gemeindemitglieder habe der Verein bereits angesprochen. Diese hätten „tausend verständliche Gründe, warum sie nicht können“, berichtete Dr. Horst-Rüdiger Hupe. Sei es beruflich oder altersbedingt, keiner wolle sich das Amt aufbürden. Tageweise würden viele gern helfen, aber keiner wolle den Vorsitz des 260 Mitglieder starken Vereins übernehmen. „Es ist schwierig, aber wir sind noch dran“, betonte Pfarrer Hartmut Suppliet. Er habe die Hoffnung nicht aufgegeben, jemanden zu finden. Engagierte Leute, die kreativ und mit attraktiven Maßnahmen den Förderverein in die Öffentlichkeit brächten, seien für beide Ämter erforderlich. Der Förderverein habe bislang einen sehr wichtigen Dienst geleistet, und die Unterstützung sei nach wie vor notwendig, sagte er. Wer sich vorstellen kann, in dem Verein aktiv zu werden, kann sich an das Gemeindebüro, 02522/2429 wenden.

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