Kunstwerk in Oelder Kreisel aufgestellt
Bild: Timmermann
Das Kunstwerk „Wegbereiter“ von Ute Hindahl steht seit Donnerstag im Kreisel zur Von-Büren-Allee/In der Geist. Es ist dem Straßenzug der Langen Straße in Oelde von 1830 nachempfunden, und soll durch die vertikale Aufstellung auf den Betrachter wie ein Stadttor wirken.
Bild: Timmermann

Am Donnerstagmorgen ist das 5,40 Meter hohe und 3,40 Meter breite Kunstwerk mit Hilfe eines Krans im Kreisel Von-Büren-Allee/In der Geist aufgestellt worden. Der Verkehr wurde für gut zwei Stunden über eine Ampel geregelt.

„Durch die vertikale Aufstellung der Stelen entsteht der Eindruck eines Tores“, erklärt die 44-jährige Künstlerin, die in Wadersloh geboren ist und heute in Bielefeld lebt. Ihr Kunstprojekt „Wegbereiter“, für das sich das Kuratorium der Kulturstiftung der Sparkasse Oelde-Ennigerloh vor einem Jahr entschieden hatte, wurde aus einem von sechs Entwürfen ausgewählt. Die Ausschreibung richtete sich an Mitglieder des Kreiskunstvereins Beckum-Warendorf. Die Stiftung habe wenig vorgegeben, um den Gedanken der Künstler freien Lauf zu lassen, sagt Stiftungsvorstand Martin Brockschnieder. Wichtig sei dem Kuratorium gewesen, dass die Skulptur Menschen in der Stadt willkommen heiße, dabei Historie und Moderne verbinde.

„Die historischen Straßenzüge sind heute noch erkennbar. Sie erzählen viel über einen Ort und die Menschen“, erläutert die ausgebildete Bildhauerin. Den Bogen zur Gegenwart erklärt sie so: „Der Kreisverkehr ist ein modernes Mittel der Verkehrsführung. Zudem strömt die Skulptur durch ihre kantige, reduzierte Form Moderne aus.“

Die Skulptur ist aus witterungsbeständigem Cortenstahl gefertigt. Das Aufstellen war für Januar geplant, ist wegen des milden Wetters aber vorgezogen worden. „Der Kleber, mit dem die Skulptur befestigt wird, braucht fünf Grad plus“, erklärt Ute Hindahl. Das Fundament wurde bereits vor gut sechs Wochen eingelassen, damit der Frost ihm nichts anhaben konnte.

„Es war schon sehr ergreifend für mich, die Skulptur beim Metallbauer in Soest liegen zu sehen“, sagt die Künstlerin. Dass es nun auf lange Zeit im Kreisel stehen soll, sei besonders für sie. Damit die Menschen, die aus Richtung Sünninghausen oder von der Autobahnabfahrt Oelde in die Stadt kommen, freie Sicht auf das Kunstwerk haben, soll die Bepflanzung noch angepasst werden. Wie Klaus Tzyschakoff vom Tiefbauamt verrät, wird die Skulptur bald auch beleuchtet.

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