Letter kämpfen für Erhalt der Schule
Bild: Reimann
Die drohende Schulschließung in Lette erhitzte am Montagabend die Gemüter in der Letter Deele. Einige Letter beklagten dabei eine Benachteiligung des Ortsteils gegenüber der Innenstadt. Dagegen verwehrte sich Bürgermeister Karl-Friedrich Knop deutlich.
Bild: Reimann

 „Das Einzige, was wir wollen, ist eine faire Chance, wenn wir in Lette etwas auf die Beine stellen“, forderten die Eltern.

 Die prognostizierten Zahlen der Schulanfänger sind bekannt, die rechtlichen Vorgaben auch („Die Glocke“ berichtete). Doch damit wollen sich die Letter nicht abfinden. Deshalb suchen sie jetzt nach Möglichkeiten, mehr Kinder nach Lette zu bekommen. Bis 2014 haben sie Zeit, mit ihren Ideen dies umzusetzen, dann wird der Rat der Stadt Oelde über den Erhalt oder die Schließung der Norbertschule zu entscheiden haben.

 Die Stadtteile sollten gleichberechtigt mit der Innenstadt behandelt werden, forderte ein Mutter. „Warum wird darüber nachgedacht, diese Schule zu schließen und nicht die Von-Ketteler-Schule?“ „Das ist nicht vermittelbar, von einem Standort, wo Kinder sind, sie dahin zu fahren, wo keine sind“, antwortete Knop. „Schule findet dort statt, wo Kinder sind“, verdeutlichte er. Dies sei im Oelder Norden der Fall.

Lette verfüge über eine qualitativ hochwertige Schule, stellte die Schulpflegschaftsvorsitzende Cathrin Schiffer-Boesch fest. Damit könne man werben. Zum Beispiel, so kam es aus der Versammlung, bei den Frauen, die von außerhalb nach Lette zur Arbeit kämen. Diese Personen sollten ihre Kinder nach Lette mitbringen.

 Das Baugebiet durch kostengünstige Preise für junge Familien attraktiver zu machen und den Spielplatz dort endlich zu bauen sowie die Kostenübernahme für Busfahrten für Kinder, die von Oelde nach Lette gebracht würden, waren weitere Vorschläge.

„Ich will heute nicht irgendwelche Illusionen wecken. Sie müssen jedes Jahr elf Kinder nach Lette bringen“, betonte Knop. „Jeder bekommt seine faire Chance, bringen Sie Ihre Ideen in die politischen Beratungen ein“, sagte er. „Das Konzept ist in der Beratung. Die Entscheidung zur Schließung wird dann getroffen, wenn sie getroffen werden muss,“ betonte er. Oberstes Primat seien die Rechtssicherheit und die gute Grundschulbildung, verdeutlichte er und bekräftigte: „Ich halte das Konzept für sinnvoll, so schmerzlich es ist für die Betroffenen ist“.

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