MGV feiert Jubiläum mit Sangeslust
Bild: Gehre
Helle Begeisterung löste das Frühlingskonzert aus, mit dem der Männerchor „Lyra“ erneut seinen hohen musikalischen Anspruch erfüllte. Das Konzert fand in der Turnhalle der Norbertschule in Lette statt.
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 „160 Jahre Chorgeschichte verpflichten“, sagte Lückemeier in der voll besetzten Sporthalle der Norbertschule und erinnerte an die lange Tradition des Letter Chorgesanges, die es mit dem neuen Programm zu feiern galt. Schon der Auftakt mit dem festlich strahlenden Barock von Georg Friedrich Händels „Wassermusik“, begleitet von kraftvollen Bläserakzenten, kennzeichnete Niveau und Anspruch des heimischen Chormusizierens. Homogener Klang, in dem sich durch den Zuwachs frischer Stimmen auch die klangprächtigen Tenöre auffällig einbrachten, gute Wortverständlichkeit und ausgeprägte Musikalität sind die hörbaren Resultate von Wilhelm Lienkes zielbewusster Chorpädagogik. Alle diese Tugenden beschwor das wechselvolle Programm mit seinem dreiteiligen hymnischen Auftakt. Im Lobpreis der beginnenden Jahreszeit beeindruckte das wunderbare Legato des Schubert-Satzes „Die Nacht“ ebenso wie Robert Schumanns „Frühlingsgruß“ im unbestechlichen A-cappella-Satz und Hermann Sonnetts flotter Marschtritt „Winterzeit“. Romantisches und Unterhaltsames beherrschten den zweiten Programmteil, der durchaus auch den Ausflug in gefühlvolle Sorrent-Schnulzen oder in die russische Folklore gestattete. Im wiegenden Walzertakt beschworen die 42 „Lyra“-Sänger schunkelnd die Rheinromantik und bewiesen in all ihren Darbietungen die punktgenaue Übereinstimmung mit dem sie begleitenden Gütersloher Bläserensemble „sun-day-brass“.

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