Michael I. Kaupmann regiert Gesellschaft
Bild: Kalläne
Von einem 28-jährigen König wird die Schützengesellschaft Oelde regiert: Michael I. Kaupmann holte den Aar von der Stange. Johannes Klein (l.) und Thomas Wernsmann ließen ihn hochleben.
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Um 17.45 Uhr holte er den schwarzen Aar mit dem 162. Schuss von der Stange. Der ehemalige Karnevalsprinz regiert gemeinsam mit Königin Sonja I. Kersting die Schützengesellschaft Oelde von 1858. Zuvor hatte sich Michael Wieschmann den Apfel mit dem zehnten Schuss gesichert. Das Zepter fiel beim 29. Schuss durch Peter Leeser. Die Krone ging mit dem 75. Schuss an Christian Jasper. Ein „Novum“ in der Vereinsgeschichte nannte Präsident der Schützengesellschaft Oelde Bernd Wiemeyer die verregnete Situation auf dem Schützenplatz am Sonntagnachmittag. Wegen des Wolkenbruchs konnten die Schützenbrüder vor ihrem ehemaligen König Martin Stiens, der mit Katrin Pollmeier die Schützengesellschaft in den vergangenen 365 Tagen regiert hatte, nicht antreten. Er richtete seine Abschiedsworte durch einen Regenvorhang an die Kameraden. Präsident Wiemeyer nahm es mit Humor und verwies – nachdem die Videokamera beschirmt worden war – darauf, dass die bisher einmalige Situation in bewegten Bildern festgehalten werde. Die Böllergarde Stromberg, der Musikzug Glockenland und der Spielmannszug Edelweiß unterstützten die Schützengesellschaft auf dem Festplatz. Eine Kinderbelustigung für die jungen Besucher hatten Ann-Sophie Kleinekemper und Laura Beckstedde vorbereitet. Kurz vor 16 Uhr begann das Schießen auf den schwarzen Aar, daraufhin lichteten sich langsam die Regenwolken und die Sonne brach wieder durch. Es sollte kein Regenkönig werden, der von der Schützengesellschaft abends gekürt wurde. Begonnen hatte das Schützenfest bereits am Freitag. Der geplante Filmabend in der Volksbank musste wegen technischer Probleme abgesagt werden. Dafür trafen sich die Schützen im Brennerstübchen – wie geplant, allerdings ein wenig früher. Am Samstag folgte der traditionelle Festball im Bürgerhaus. „Dort herrschte super Stimmung“, betonte Bernd Wiemeyer. Bis vier Uhr nachts tanzten 230 Schützen im Bürgerhaus.

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