Mit 20 Jahren Braumeister in Kapstadt 
Bild: Jack Black’s Brewing Co.
Die Verantwortung für die Qualität der Biere der Brauerei Jack Black im südafrikanischen Kapstadt liegt beim 20-jährigen Jonas Krebs aus Oelde. Der junge Braumeister hat sein Handwerk als Auszubildender bei Pott’s gelernt.
Bild: Jack Black’s Brewing Co.

Und weil er dort der Einzige ist, der das Bierbrauen gelernt hat, trägt der junge Braumeister bei Jack Black Beer bereits große Verantwortung. Erst Anfang November hat Jonas Krebs die Arbeit in Südafrika aufgenommen, vor wenigen Tagen ist die Produktion angelaufen. Sein neuer Arbeitgeber, das Craft-Beer Unternehmen Jack Black’s Brewing Co., ist 2007 gegründet worden. Zunächst hat das Unternehmen seine Biere bei einer externen Brauerei brauen lassen, jetzt aber mehrere Millionen in den Bau einer eigenen Brauerei investiert. Mit einer Jahresproduktion von zunächst 20 000 Hektolitern sei sie die größte im Craft-Beer-Bereich in Südafrika, berichtete Jonas Krebs am Dienstag der „Glocke“. Er war in die Planung der neuen Anlage und des Produktionsablaufs eingebunden.

Meisterprüfung im Sommer

Bereits bei Pott‘s habe Krebs, der im Sommer seine Meisterprüfung bestanden hat, früh Verantwortung übernehmen können, sagte Peter Wienstroer, der mit seinem ehemaligen Auszubildenden weiter in engem Kontakt steht. Der junge Braumeister wird auch für die Ausbildung zuständig sein. Dies gilt für die Mitarbeiter der Produktion ebenso wie für jene im neuen Labor. Denn die Kontrolle der nach Deutschem Reinheitsgebot gebrauten Biere will Krebs in der eigenen Hand halten – ganz so, wie er es gelernt hat. Schon bei Pott’s sei es für ihn selbstverständlich gewesen, regionale Produkte einzusetzen, teilt das Netzwerk Münsterland Qualität mit. Auch sein neuer Arbeitgeber in Kapstadt setze darauf, doch einige Spezialmalze und Hopfen müssten aus Deutschland und den USA importiert werden. Seine neuen, „sehr entspannten“ südafrikanischen Kollegen hätten ihn herzlich empfangen – und direkt zu einer ersten Verkostung eingeladen, berichtete Krebs. Und sein Chef habe ihn zur Seite genommen und ihm versichert: „Ich bin sehr froh, dass du endlich hier bist.“

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