Neuentwicklung auf Ex-Molkereigelände
Bild: Hahn
Ein Hamburger Projektentwickler hat das Gelände der Ex-Molkerei in Oelde in den Blick genommen. Ein neues Gebäude mit Einzelhandelsflächen soll dort entstehen.
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Dass er nicht der Erste ist, der sich an einer Neuentwicklung an diesem Standort versucht, ist dem Hamburger bewusst. Gerade dies reize ihn an dem Projekt, doch er gehe es anders an als seine gescheiterten Vorgänger. Sein Erfolgsrezept sei seit 25 Jahren immer gewesen, möglichst „alle Beteiligten mit ins Boot zu holen, die Befindlichkeiten aller Mitspieler aufzunehmen und in die Planung umzusetzen“, sagte er. Es sei ihm deswegen ein Hauptanliegen gewesen, die Raiffeisen in die Planungen zu integrieren – dies sei bislang nicht versucht worden. Auch soll das Grundstück durch Zukäufe vergrößert und eine Verbindung zur Lindenstraße geschaffen werden. Das marode Gebäude, in dem ein Renovierungsstau bestehe, werde abgerissen, erklärte Katzmann und ergänzte: „Dieser markante Ort in der Innenstadt gibt derzeit kein schönes Bild ab.“ Der Neubau werde wie das gesamte Areal deutlich größer. Ein Discounter und ein Lebensmitteleinzelhändler sollen einziehen, Post und Schreibwarenladen würden integriert. Den Investor wollte Katzmann noch nicht verraten. Fest stehe, dass die bisherigen Eigentümer das Gelände verkauften. Der Hamburger, den ein Tipp auf die Fläche in Oelde aufmerksam gemacht habe, arbeitet nach eigenen Angaben seit zwei Jahren an dem Projekt. Derzeit finde die Feinabstimmung mit der Stadt Oelde statt. Er schätzt, dass die Pläne in einigen Wochen vorstellungsreif seien, und strebt eine Fertigstellung im Herbst 2014 an – „optimistisch gerechnet“.

Inbalance findet keine Immobilie

Das Fitnessstudio Inbalance, das derzeit noch in dem Gebäude untergebracht ist und erst kürzlich in Renovierungsmaßnahmen investiert hat, kommt in den Plänen nicht vor. Den Kunden wurde bereits mitgeteilt, dass der Betrieb Ende Juli eingestellt wird. Er habe auch allen Mitarbeitern gekündigt, erklärte Inhaber Dean M. Gröning gegenüber der „Glocke“. Länger als ein Jahr habe man mit Maklern, Banken und der Stadt nach einer passenden Immobilie gesucht – ohne Erfolg. Die nötigen Investitionen in neue Standorte wären stets zu hoch gewesen. Die seit dem Auszug des Discounters Penny leerstehenden Räume im Aue-Park hätte Gröning gern genutzt – hier aber hätten Bauvorschriften eine andere Nutzung als durch Einzelhandel nicht zugelassen.

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