Notfalldienstpraxis soll 2013 schließen
Die Kassenärztliche Vereinigung plant, die Notfalldienstpraxis in Oelde zu schließen.

„Am Sachstand hat sich nichts geändert“, betonte Christopher Schneider, Pressesprecher der KV Westfalen-Lippe, auf „Glocke“-Anfrage. Ziel der Verantwortlichen sei, die hausärztliche Notfall-Versorgung angesichts des zunehmenden Ärztemangels an den großen Standorten wie Gütersloh, Ahlen, Lippstadt oder Warendorf zu bündeln.

Die nur an Feiertagen und am Wochenende geöffnete Praxis in Oelde gehöre jedoch zu den kleinen Standorten. Oelde ist Teil eines Notfalldienstbezirks mit Harsewinkel, Herzebrock-Clarholz, Rheda-Wiedenbrück, Langenberg, Rietberg, Verl und Gütersloh. In diesem Bereich gebe es 150 Hausärzte, von denen 56 im Alter von mehr als 60 Jahren seien, erläuterte Schneider. Ab einem Alter von 65 Jahren könnten sich Ärzte auf Antrag vom Notdienst, zu dem sie verpflichtet seien, befreien lassen. Dass perspektivisch weniger Ärzte zur Verfügung stünden, sei daher abzusehen.

Gibt es keine Notfalldienstpraxis in Oelde mehr, müssen Patienten auch am Wochenende und Feiertagen den Weg beispielsweise nach Gütersloh oder Ahlen antreten. Wer bettlägerig sei, habe weiterhin die Möglichkeit, einen Bereitschaftsdienst über die Nummer 116117 zu rufen, sagte KV-Pressesprecher Schneider. Nur für wirkliche Notfälle sollten Patienten das Marienhospital aufsuchen. Die Oelder Praxis an der Spellerstraße war zum 1. Februar 2011 eingerichtet worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Kassenärztliche Vereinigung den Notfalldienst neu geregelt.

SOCIAL BOOKMARKS