Ochse, Schimmel und ein Taubenkönig
Bild: Reimann
König Martin I. Stiens und Katrin II. Pollmeier wurden traditionell beim Frühschoppen der Schützengesellschaft Oelde in den Saal des Bürgerhauses geführt.
Bild: Reimann

 Beim letzten Oelder Schützenfrühschoppen in diesem Jahr, den die Schützengesellschaft Oelde von 1858 mit zahlreichen Gästen am Montag gefeiert hat, stand der neue König, Martin I. Stiens, als erfolgreicher Taubenzüchter im Mittelpunkt.

Von König Bernd. I. Wiemeyer, genannt Kösident, in 25 Jahren zum Kaiser Bernd I. Wiemeyer, genannt Kukident,  den Weg zeigte Johannes Klein in seiner Proklamation auf. Er verschwieg aber auch nicht einen Pfarrer Kemper auf Irrwegen, der sich mit dem Weg zum evangelischen Gemeindehaus etwas schwer tat.

 „Bei mir ist der Stellvertreter der Chef“, tröstete indes Pfarrer Karl Kemper den Stellvertretenden Bürgermeister Heinz Junkerkalefeld. Dieser wurde, weil er ja „nur“ Stellvertreter ist, auf Platz zwei der Rednerliste gesetzt, da Karl Kemper nur wenig Zeit hatte. Diese Zeit nutzte Kemper, um mit Blick auf seinen scheidenden Amtskollegen Wolfgang Bovekamp Sammlungen anzukündigen. „Ich habe auch einige Anliegen, und ich habe sieben Kirchen“, drohte er, in die Fußstapfen Bovekamps zu treten.

 Den „Stellvertreter“ verfluche er manchmal, bekannte Heinz Junkerkalefeld. Denn es sei Höchststrafe, nach den Pastoren reden zu müssen. Junkerkalefeld appellierte an den Bürgersinn und fragte sich aber auch, wie ein derart erfolgreicher und guter Taubenzüchter auf einen Vogel schießen könne.

 Vor zwei Jahren von „Schimmel“ Bernd Wiemeyer als Ochse tituliert, hätten sie inzwischen „eine besondere Beziehung“ aufgebaut, berichtete Pfarrer Wolfgang Bovekamp bei seinem letzten Frühschoppen als Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde.

Lesen Sie mehr über den Frühschoppen in der Beckumer und Oelder Dienstagausgabe der „Glocke“.

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