Oelde mit 74,9 Prozent an EVO beteiligt
Bild: Hahn
Ihre Unterschriften unter die Kaufverträge setzten gestern (v. l.) Oeldes Bürgermeister Karl-Friedrich Knop und Christoph Marx (RWE) im Beisein von Notar Friedhelm Thien.
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Beide Partner bezeichneten den Handel als gewinnbringend. 4,2 Millionen Euro zahlt die Stadt für die Anteile an die RWE. Eine Million Euro davon wird über eine Entfristungsprämie bestritten, die die RWE der Stadt Oelde gibt, um mit nun noch 25,1 statt vorher 46 Prozent – dafür aber unbefristet – Anteilseigner des Unternehmens EVO zu bleiben. Die Beteiligung der RWE wäre eigentlich Ende 2015 ausgelaufen, hätte man aber die Zusammenarbeit nicht fortsetzen wollen, wäre eine hohe Abfindung an die RWE zu zahlen gewesen, erklärte Bürgermeister Knop. Für die RWE sei die EVO der ideale Partner mit „örtlicher Verwurzelung“, erklärte Marx. Die übrigen 3,2 Millionen Euro wird die Stadt über 20 Jahre mit einem Kredit finanzieren, der über Gewinnausschüttungen der EVO getilgt werden soll. Darüber hinaus gehende Ausschüttungen sollen zur Finanzierung der Oelder Bäder genutzt werden. Deswegen sei die Investition für die Stadtkasse und die Oelder Bürger lohnend, zeigt sich Knop überzeugt. „Es wird etwas übrigbleiben für den Betrieb der Bäder“, bekräftigte auch Thomas Wulf (Beteiligungsmanagement). EVO-Geschäftsführer Rolf Berlemann zeigte sich gestern erfreut über das „deutliche Bekenntnis der Stadt zur EVO“. Dies sei auch ein gutes Signal an die Oelder Bevölkerung, dass die EVO „ihr Dienstleister“ sei. Für die Anteilsaufstockung hatte zuletzt der Rat mit Mehrheit entschieden – auch nachdem die geplante Fusion mit der Beckumer EVB geplatzt war, in deren Vorbereitung die Anteilsaufstockung eine Rolle gespielt hatte.

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