Oelder Nordmanntanne kommt groß raus
Bild: Reimann
Kein leichtes Unterfangen war es am Mittwoch, die Nordmanntanne vom Deipenweg zum Oelder Marktplatz zu bringen.
Bild: Reimann

Ihren ersten großen Auftritt hatte die Nordmanntanne der Familie Bussieweke am Mittwoch schon, bevor sie auf dem Oelder Marktplatz zum Weihnachtsbaum wurde. Am Spezialkran schwebte sie aus dem Garten der Bussiewekes am Deipenweg über das Hausdach auf die Straße. Das Schauspiel lockte zahlreiche Anwohner an, die beobachteten, wie der Kranführer der Firma Peterburs aus Rheda-Wiedenbrück den gut 13 Meter hohen Baum durch die Lüfte manövrierte.

 Der Baum müsse gut 35 Jahre alt sein, sagte Thomas Bussieweke und erinnert sich an die Zeit, als die Nordmanntanne in den Garten seines Elternhauses gesetzt wurde. Doch die nahm zuletzt viel Licht und Platz. Als die Stadt kürzlich in der „Glocke“ die Bürger aufrief, sich zu melden, falls man eine Tanne für den Oelder Marktplatz zur Verfügung stellen könnte, riefen Anja und Thomas Bussieweke bei der Stadt an. Obwohl der Baum schwer zugänglich stand, bekamen sie schließlich den Zuschlag.

Am Mittwochmorgen rückte dann Peter Horstkötter, Vorarbeiter beim Baubetriebshof der Stadt, mit seinem Team an, um mithilfe eines Autokrans den Baum aus dem Garten auf die Straße und anschließend auf den Anhänger des Unimogs zu heben. Schon da zeigte sich, dass die Tanne auch hinsichtlich ihrer Breite viel zu bieten hat. Der Hänger verschwand unter den Ästen, die hochgebunden werden mussten, damit sie nicht unter die Räder gerieten.

 Bei der Fahrt zum Marktplatz wurde jede Fahrbahnverengung und jede Ampelanlage zum Hindernis. Doch mit Geduld und nach dem Verlust einiger Äste gelangte der Transport über den Carl-Haver-Platz zum Marktplatz, wo der Baum in den kommenden Wochen weihnachtliche Stimmung verbreiten soll.

 Bis zu 3000 Euro inklusive Personalkosten lässt sich die Stadt Oelde nach Aussage von Citymanager Helmut Jürgenschellert die Aktion jedes Jahr kosten. „Aber auch hier gilt der Hinweis, dass die finanziellen Mittel vom Rat der Stadt auch in Zukunft bewilligt werden müssen. Angesichts der angespannten Haushaltslage wird man darüber sprechen müssen“, betonte Jürgenschellert.

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