Oelder Reisebus in Paris gestohlen
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Die Städtetour nach Paris endete für eine Reisegruppe des Oelder Unternehmens David-Reisen mit einer bösen Überraschung: Ihr Bus wurde kurz vor der Rückfahrt gestohlen.

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Der Pariser Polizei zufolge ist dies schon der neunte Fall in den vergangenen drei Monaten. Große Hoffnung, die Diebe zu fassen, verbreitete sie wohl nicht. Bis zu 350 000 Euro koste ein moderner Reisebus, sagt André Postier. Doch der Verlust stand für den Geschäftsführer von David-Reisen gestern nicht an erster Stelle.

Vielmehr ging es darum, für die gestrandete Reisegruppe zu sorgen. „Man hilft sich“, sagt Postier über seine Branche. Sein am Morgen in einem Netzwerk von Busunternehmen abgesetzter Hilferuf wurde sofort beantwortet. Ein Kollege stellte einen Bus, der eigentlich leer vom Pariser Flughafen nach Tirol fahren sollte. Nun kommen die Reisenden damit nach Saarbrücken, von dort holt sie ein David-Bus ab. „Das ist absolut ideal“, sagt Postier. Auch sein Unternehmen hätte schon mit Bussen ausgeholfen, nun habe er einmal profitieren können.

 Die wertvollen Busse seien mit Sendern ausgestattet, über die sie geortet werden könnten, erläutert Postier. Doch schon gestern Morgen hätten sie kein Signal mehr empfangen. Dies spreche für absolute Profis, die genau wüssten, wo sie das Gerät abschalteten, sagt der Geschäftsführer. Aufbrüche von Bussen sind ihm zufolge nicht selten. Seit drei Jahren seien verstärkt ganze Busse gestohlen worden – bislang in Italien. Der Ermittlungsdruck habe die Banden wohl nach Frankreich getrieben, vermutet Postier.

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