Pestalozzischule verabschiedet Lesevater
Bild: Reimann
Nach neun Jahren, in denen er ehrenamtlich mehrere Stunden täglich an der Oelder Pestalozzischule als Lesevater geholfen hat, ist Wolfgang Dissen offiziell mit einer kleinen Feier in der Aula der Schule verabschiedet worden. Das Bild zeigt (v. l.) Schulleiterin Elisabeth Köhler, Annette Horsthemke, Wolfgang Dissen und die Fördervereinsvorsitzende Waltraut Hober.
Bild: Reimann

Doch bald hatten auch diese Schüler begriffen, welch ungewöhnliche Hilfe sie in Wolfgang Dissen hatten.

 Vor neun Jahren sei Wolfgang Dissen in die Schule gekommen und habe gefragt, ob er helfen könne, erinnerte sich Schulleiterin Elisabeth Köhler. An dem Tag war viel los, da kam Hilfe gerade recht. Doch Dissen habe gesagt: „Nein, nein, ich würde Ihnen gern jeden Tag helfen.“ Er habe vormittags Zeit, und Gartenarbeit mache er nicht so gern, erklärte er ihr. In der Konferenz habe sie den Kolleginnen dann gesagt, dass die Schule einen dicken Fisch an der Angel habe, den man nicht mehr loslassen solle. Und das tat sie auch nicht.

Waren es zunächst zwei Stunden täglich, die Wolfgang Dissen als Lesevater in der Schule verbrachte, um mit einzelnen Schülern zu lesen und Aufgaben zu bearbeiten, wurden es später drei Stunden.

  „Er war uns Lehrern immer ein freundlicher Begleiter“, sagte Elisabeth Köhler, als sie jetzt mit den Schülern und Waltraut Hober den 73-Jährigen verabschiedete und sich gleichzeitig bei Annette Horsthemke bedankte, die als Lesemutter auch schon mehrere Jahre hilft und dies weiterhin tun will.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Freitag in der Oelder und der Beckumer Ausgabe der „Glocke“.

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