Piratenpartei nominiert Michael Höhne
Bild: Hahn
Unterstützung bei seinem jetzt beginnenden Wahlkampf erhält (v. l.) Michael Höhne, 34-jähriger Bürgermeisterkandidat der Piratenpartei, unter anderem von den Oelder Piraten Dawid Stepien, Detlef Wilmsen und Hans Preckel (Kreistagskandidat für Lette).
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Nachdem die etablierten Oelder Parteien angekündigt hatten, entweder den Kandidaten Karl-Friedrich Knop (FWG) aktiv zu unterstützen, oder ihn wie beispielsweise die CDU zumindest tolerieren zu wollen, haben die in der Oelder Lokalpolitik bislang kaum in Erscheinung getretenen Piraten mit der Nominierung des 34-jährigen Oelders Höhne ihre Ankündigung wahr gemacht. Es sei ihnen aus ihrem demokratischem Grundverständnis heraus ein Anliegen, bei der Bürgermeisterwahl nicht nur zwischen Ja und Nein wählen zu können, hatten sie vor der Aufstellungsversammlung im Oelder Bürgerhaus erklärt. Die Nominierung des verheirateten, zweifachen Familienvaters Michael Höhne war am Donnerstag kaum mehr als eine Formsache. Alle Stimmzettel der Handvoll anwesenden Oelder Mitglieder der Piratenpartei Warendorf – Ortsverbände gibt es nicht – präsentierten den Wunsch nach seiner Kandidatur, wie Sasa Raber vom Piraten-Landesvorstand als Wahlleiterin bekanntgab. Direkt- und Reservelistekandidaten für die Wahl des Stadtrats stellten die Piraten, anders als in der Tagesordnung vorgesehen, am Donnerstag nicht auf. Insgesamt hatten sich dafür zu wenige Kandidaten bereitgefunden.

Haushalt konsolidieren

Seinen Fokus werde er auf die Gestaltung des demografischen Wandels, die Konsolidierung des Oelder Haushalts und den Vier-Jahreszeiten-Park richten, kündigte Michael Höhne für seine Kandidatur an. Der Verminderung des Eigenkapitals könne man etwas entgegensetzen. Dringend müssten etwa die 800 Einsparvorschläge der Gemeindeprüfungsanstalt NRW auf ihre Anwendbarkeit für Oelde überprüft werden. „Mit mir wird sich der Eintritt ausschließlich auf das Freibad beschränken“, sagte er zum Thema Park. Transparentes Verwaltungshandeln, einen Bürgerhaushalt, die Zulassung von Bürgerbegehren und Energieerzeugung in Bürgerhand, nannte er als erstrebenswerte Ziele. Eine Absage erteilte er etwa PPP-Modellen und der Praxis der Herausgabe von Meldedaten ohne Zustimmung des Betroffenen.

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