Politik: Breitbandausbau vorantreiben
Symbolbild: dpa
Glasfaserkabel sind ist die schnellste Variante der Anbindung an das Internet.
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 Oeldes Technischer Beigeordneter Matthias Abel hatte, nachdem vor einiger Zeit ein Experte den Ausschuss über die Situation in Oelde und die Optionen der Stadt zu deren Verbesserung ins Bild gesetzt hatte („Die Glocke“ berichtete), in der Sitzung um diese Rückmeldung gebeten und zwei Varianten städtischen Engagements genannt. Teuer würde die Stadt ein Betreibermodell kommen, bei dem die Stadt selbst in die nötige Infrastruktur investiere und diese dann an Betreiber vermiete. Deutlich geringer würde das Deckungslückenmodell den Haushalt belasten, sagte Abel. Nach einer Abfrage der Ausbaupläne würde ermittelt, welche Zuschüsse die Stadt zahlen müsste, damit der Breitbandausbau für die Betreiber wirtschaftlich wird. Leider habe Oelde nicht das Glück der Stadt Sassenberg, erklärte Abel: „Dort baut die Telekom aus, Sassenberg muss nichts zahlen.“ Die letzte Auskunft der Telekom hinsichtlich deren Pläne für Oelde laute, dass die Stadt „in den nächsten drei Jahren nicht dran“ sei. Außer der Telekom ist für die Verwaltung auch Unity Media ein möglicher Partner.

„Bleiben Sie am Ball“

CDU-Fraktionssprecher André Drinkuth zeigte sich überzeugt davon, dass „ein Großteil der Oelder froh wäre über einen besseren Anschluss“. Drinkuths klarer Appell, aus dessen Fraktion der ursprüngliche Antrag zur Prüfung stammt, lautete deswegen: „Bitte Verwaltung, bleiben Sie am Ball.“ Die Stadt möge das Gespräch mit den Betreibern weiter suchen. Unterstützung kam von den Sozialdemokraten. Philipp Töpsch, sachkundiger Bürger, erläuterte, auch die SPD sehe „dringenden Handlungsbedarf“ vor allem für das Gewerbe. Anders als FDP-Ratsherr Markus Westbrock, der den Schwerpunkt der Bemühungen zunächst auf das Gewerbe gelegt wissen wollte, bekräftigte Töpsch aber auch Handlungsbedarf bei der Breitbandversorgung der Privathaushalte. Die Versorgung mit schnellem Internet sei „auch ein Aspekt für Wohnungssuchende“. Westbrock erläuterte, Privathaushalte könnten fast in ganz Oelde mit Hybridlösungen, also der Kombination von kabelgebundenem Internet mit schellen Funknetzen wie LTE, gut versorgt werden.

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