Prozess: Oelder beim Handy-Kauf betrogen
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Ein 61-Jähriger soll sechs Oelder beim Handy-Kauf betrogen haben. Am Dienstag fand der Prozessauftakt im Beckumer Amtsgericht statt.
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Gestern hat der Prozess gegen den gebürtigen Gütersloher im Amtsgericht Beckum begonnen. Von März bis Dezember 2012 soll sich der Mann laut Anklage mit dem Verkauf von Smartphones rechtswidrig Vermögen beschafft haben.

In allen Fällen gab er sich als Vertreter des Telefon-, Internet- und Kabelfernsehen-Unternehmens Unity Media aus. In diesem Namen bestellte er bei einem Internetanbieter Mobiltelefone im Wert zwischen 535 und 626 Euro. Es handelt sich um I-Phone- und Samsung-Geräte.

In allen Fällen schloss der Angeklagte eine Ratenzahlung ab. Bei der Bestellung gab er die Bankverbindung der Geschädigten an. Als die Handys geliefert wurden, ging er unterschiedlich vor: In den meisten Fällen besuchte er die Kunden, als das Gerät schon verschickt worden war und sprach von einer Fehllieferung. Dann nahm er den Oeldern das Handy ab und verkaufte es weiter.

In einem anderen Fall passte der Mann den Zusteller ab und nahm ihm das Gerät ab. Dann bestellte er ein weiteres Mobiltelefon für den Oelder Geschädigten und sprach, als dieser die Lieferung erhielt, von einem Fehler bei der Lieferung und behielt auch das zweite Gerät.

Der Mann ist zurzeit in Untersuchungshaft in der Justizanstalt in Münster. Er wollte während der Verhandlung keine Aussage machen, darum wurde der Prozess unterbrochen. Fortgesetzt werden soll er am Dienstag, 17. Juni, im Beckumer Amtsgericht. Zu der öffentlichen Sitzung werden insgesamt neun Zeugen geladen.

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