Salz und Sole gegen Schnee und Eis
Bild: Bornhorst
Die Winterdienst-Fahrzeuge der Autobahnmeisterei Oelde räumen den Schnee mit einem 5,10 Meter breiten Pflug beiseite. Sechs Tonnen Salzsole-Mischung haben sie dabei.
Bild: Bornhorst

Auf den 170 Kilometern der Autobahn 2 zwischen dem Kreuz Bielefeld und der Anschlussstelle Bönen und der A 33 zwischen dem Kreuz Bielefeld und Bielefeld Zentrum waren sie im Einsatz. „Wir sind für den Winter gerüstet“, sagt Karsten Kolbe, Stellvertretender Betriebsdienstleiter der Autobahnmeisterei.

Um 1 Uhr nachts löste der Alarm automatisch aus, eine halbe Stunde später verließ das erste Winterdienst-Fahrzeug den Hof der Autobahnmeisterei in Oelde. „In der Fahrbahn sitzen kleine Sonden, die die Temperatur messen“, erklärt Kolbe. Die Sonden erkennen, ob es sich bei dem Niederschlag um Regen oder Schnee handelt und wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist. Sobald die Strecke zu vereisen oder zuzuschneien droht, schlagen die Sonden automatisch Alarm. Dann klingelt der jeweilige Bereitschaftsleiter der Oelder Meisterei seine Kollegen der Nachtbereitschaft aus dem Bett.

Insgesamt sechs Winterdienstfahrzeuge sind in der Nacht zu Montag im Einsatz gewesen. Die 18-Tonnen-Lkws räumen den Schnee mit einem 5,10 Meter breiten Pflug zur Seite. Bei Bedarf können sie den Radius mit einem zweiten Pflug auf 8,70 Meter verbreitern. Zunächst räumen sie die beide rechten Fahrbahnen, ehe die dritte Spur folgt. „Leider gibt es immer wieder Autofahrer, die schon vorher auf der dritten Spur fahren oder unsere Fahrzeuge überholen“, sagt Kolbe.

Sechs Tonnen einer Salzsole-Mischung hat ein Lkw geladen. „Bei einer Zwölfstundenschicht mit Schnee und Eis streuen wir 25 Tonnen Salzsole auf die Strecke“, berichtet Kolbe. Die Räumung der Bundesautobahnen habe im Winter Vorrang vor anderen Straßen, so dass die Autobahnmeisterei das Salz vorrangig vor den Kommunen erhalte.

800 Tonnen Salz lagern in der Autobahnmeisterei, hinzu kommen jeweils 500 Tonnen in den Lagern in Gütersloh und Hamm-Uentrop. Bis zu zwölf Stunden sind die Streckenwärter auf den Fahrzeugen im Winterdienst. Am Montag war die Autobahn zum Schichtwechsel morgens um 8 Uhr wieder frei. „Wenn man dann ins Bett geht, hat man die Schneeflocken noch vor Augen“, sagt Straßenwärter Benedikt Beuckmann.

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